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Dresdner Grundstückspreise klettern

Trotz Corona-Krise floriert der Immobilienmarkt in Dresden. Auch Eigentumswohnungen sind deutlich teurer geworden. Warum das so ist.

In Dresden sind in den letzten Jahren Tausende neue Wohnungen entstanden.
In Dresden sind in den letzten Jahren Tausende neue Wohnungen entstanden. © Peter Hilbert/SZ

Dresden. Viele Banken belohnen vermögende Kunden nicht mehr, sie verlangen Strafzinsen. Die Ostsächsische Sparkasse etwa verzinst Guthaben ab 100.000 Euro mit 0,5 Prozent - zu ihren Gunsten. Daher suchen sich Anleger zunehmend andere Möglichkeiten, ihr Geld sicher zu verwahren. In Immobilien zum Beispiel.

So haben im vergangenen Jahr so einige Dresdner Grundstücke, Häuser und Wohnungen zu deutlich höheren Summen den Eigentümer gewechselt, teilt die Stadtverwaltung mit.

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Grundstücke für Einfamilienhäuser sind im Schnitt 15 Euro pro Quadratmeter teurer geworden und kosteten im vergangenen Jahr 300 Euro pro Quadratmeter. Das ist ein Anstieg um gut fünf Prozent innerhalb eines Jahres. Noch deutlicher schossen die Preise für Mehrfamilienhaus-Grundstücke nach oben. Sie kosteten 720 Euro pro Quadratmeter - plus 13 Prozent.

Neue Eigentumswohnungen doppelt so teuer wie 2010

Auch Einfamilienhäuser sind derzeit keine Schnäppchen. Neuere Häuser kosteten 2020 im Schnitt 3.990 Euro pro Quadratmeter. Damit ging es satte sieben Prozent nach oben. Für durchschnittlich 590.000 Euro wechselten die Häuser den Besitzer. Mit Mehrfamilienhäusern konnten Eigentümer ebenfalls einen ansehnlichen Gewinn herausschlagen. Sanierte Vorkriegsgebäude kosteten zwölf Prozent mehr, neuere Häuser sogar rund 21 Prozent, was an den vielen fertiggestellten Neubauten liegt, die den Besitzer wechselten.

Wer über den Wechsel von einer Miet- in eine Eigentumswohnung nachdenkt, sollte sich überlegen, ob der Zeitpunkt richtig ist. Der durchschnittliche Kaufpreis lag laut Stadt bei 2.360 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einer Preissteigerung um 17 Prozent im Vergleich zu 2019. Hier gilt: Neue Wohnungen, die zum ersten Mal den Eigentümer wechselten, waren am teuersten. Die Stadtverwaltung hat sich in diesem Zusammenhang die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre genauer angeschaut. Demnach verdoppelten sich die Preise für neue, erstverkaufte Eigentumswohnungen nahezu.

Höchster Umsatz seit 1996

Ob dieser Trend auch in diesem Jahr anhalten wird? Das hängt von der Zinsentwicklung ab. "Coronabedingte Rückgänge am Grundstücksmarkt sind bisher nicht feststellbar, im Gegenteil, mangels alternativer Anlagemöglichkeiten wird weiterhin stark in Immobilien investiert", sagt Klara Töpfer, die Vorsitzende des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Dresden. Der Ausschuss hat zur Preisermittlung insgesamt 5.835 Käufe beziehungsweise Verkäufe im vergangenen Jahr ausgewertet.

Insgesamt seien 2020 reichlich drei Milliarden Euro mit Immobiliengeschäften in Dresden umgesetzt worden. Damit habe man knapp an den Höchststand von 1996 anknüpfen können, so Töpfer. Damals seien umgerechnet 3,1 Milliarden Euro erzielt worden.

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