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Aus dem Gefängnis ins Museum

Es weihnachtet sehr im Dresdner Jägerhof. Neben Kronleuchtern, Nudelengeln und einem doppeltgemoppelten Nadelbaum sorgt eine Krippe für Aufsehen.

Von Birgit Grimm
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Diese Weihnachtskrippe aus Pappmache gestalteten Häftlinge und Mitarbeiter der JVA Zeithain.
Diese Weihnachtskrippe aus Pappmache gestalteten Häftlinge und Mitarbeiter der JVA Zeithain. © JVA Zeithain, Uwe Ziegler

Das überraschendste Exponat der Weihnachtsausstellung im Dresdner Jägerhof ist eine Krippe, die aussieht, wie eine Krippe aussehen soll. Was daran ist nun so ungewöhnlich? Sie wurde von Inhaftierten in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Zeithain bei Riesa geschaffen. Die Seelsorgerin der JVA hatte seit langem den Wunsch, so eine heilige Figurengruppe aufzustellen beim Weihnachtsgottesdienst. Und die Kunsttherapeutin plante ein Projekt, bei dem die Inhaftierten Kunst machen konnten. In der ersten Coronawelle 2020 begannen die Gefangenen im Kreativzentrum der JVA mit der Arbeit. Mag sein, dass die „Experten im Eingesperrtsein“ den Menschen draußen zwar diese Erfahrung voraushaben, aber betroffen hat Corona auch die Häftlinge, die in jener Zeit zum Beispiel weniger Besuch bekamen.

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