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Tränenreicher Abschied bei TV-Show

Der Dresdner Steve Hauptvogel galt bei "Das Große Backen" als einer der Favoriten. Warum er kurz vor dem Halbfinale überraschend scheiterte.

Hatten viel Spaß gemeinsam (v.l.n.r.): Konditormeisterin Betty Schliephake-Burchardt, Moderatorin Enie van de Meiklokjes, Kandidat Steve Hauptvogel und Sterne-Patissier Christian Hümbs.
Hatten viel Spaß gemeinsam (v.l.n.r.): Konditormeisterin Betty Schliephake-Burchardt, Moderatorin Enie van de Meiklokjes, Kandidat Steve Hauptvogel und Sterne-Patissier Christian Hümbs. © privat

Dresden. Diese Tränen waren echt: Über zwei Millionen TV-Zuschauer litten am Sonntag bei der Sat1-Sendung "Das Große Backen" mit dem Dresdner Kandidaten Steve Hauptvogel mit.

Der Operationsassistent, der in der Chirurgie des Uniklinikums arbeitet, galt lange Zeit als Favorit der Sendung, in der die Teilnehmer um den Titel "Deutschlands bester Hobbybäcker" konkurrieren. Doch am Sonntag schied er überraschend aus - und verabschiedete sich unter Tränen.

"Ich weine jetzt nicht, weil ich raus bin, sondern weil ich diese Zeit hier vermissen werde. Ich habe neue, tolle Leute kennengelernt und das ganze Team und ja, mehr kann ich nicht sagen", sagte der 34-Jährige mit feuchten Augen.

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Und auch als er jetzt am Sonntag die Sendung selbst vom heimischen Sofa verfolgte, konnte er die Tränen nicht unterdrücken. "Da kam plötzlich nochmal alles hoch", sagt der Tortenliebhaber im Gespräch mit Sächsische.de. Er habe sich "ein bisschen traurig, enttäuscht und wehmütig" gefühlt.

Sendung hatte eigentlich gut begonnen

Eigentlich hatte die sechste Folge unter dem Motto "Italien" nicht schlecht begonnen für den Wahldresdner aus Brandenburg. In der ersten von drei Runden sollten die Kandidaten das klassische Tiramisu neuinterpretieren.

Der OP-Assistent entschied sich für die Form eines Frankfurter Kranzes - und wird von der Jury für seinen luftigen Teig gelobt. "Nach der Sendung hat mir Betty aber gesagt, dass das etwas zu brav war", erzählt er.

Hat bereits geahnt, dass er ausgeschieden ist: Kandidat Steve kurz vor der Entscheidung mit einer Torte in Fischform.
Hat bereits geahnt, dass er ausgeschieden ist: Kandidat Steve kurz vor der Entscheidung mit einer Torte in Fischform. © SAT1

Betty Schliephake-Burchardt, Konditormeisterin und Teil der zweiköpfigen Jury, konnte dann auch kein Auge zudrücken, als in der "technischen Prüfung" Cantuccini, ein italienisches Mandelgebäck, serviert werden musste. Die Teilchen von Kandidat Steve waren einfach zu klein geraten, teilweise waren auch keine Mandeln im Anschnitt erkennbar.

"Christian Hümbs hat mich mit Blicken durchbohrt"

Weil alle Kandidaten außergewöhnlich stark ablieferten, musste der Dresdner trotz einer leckeren Torte in Fischform im dritten Aufgabenteil gehen. "Das hat mich wirklich geärgert. Einmal verhauen und man ist raus", sagt er.

Dabei hatte der 34-Jährige in der Woche zuvor die "rote Schürze" des Wochensiegers bekommen. Die wollte er eigentlich nie haben, darauf liege "ein Fluch", sagt er noch in der Sendung.

Schon bevor sein Name verkündet wurde, habe er gewusst, dass er die Show verlassen müsse, erzählt Hauptvogel. "Während wir in der Pause Interviews gegeben haben, haben mich die Juroren kaum angeschaut. Und dann kurz vor der Entscheidung hat mich Christian Hümbs geradezu mit Blicken durchbohrt."

Kommt jetzt die große Konditorenkarriere?

Zur Jury habe er immer ein sehr gutes Verhältnis gehabt. So gut, dass der Sterne-Pâtissier Hümbs den Backfan kurz nach der Aufzeichnung zu einem Praktikum in das Schweizer Luxusresort Dolder Grand in Zürich eingeladen hat, wo Hümbs seit diesem Jahr für die Desserts verantwortlich zeichnet.

Auch Konditormeisterin Schliephake-Burchardt scheint bemerkt zu haben, dass der Dresdner einiges an backtechnischem Potenzial mitbringt. Im September war der OP-Assistent bereits Teilnehmer an einem Seminar für professionelle Tortenüberzüge und Verzierungen.

Und Steve Hauptvogel hat noch weitere Pläne. Gerne würde er seine Arbeitszeit am Uniklinikum reduzieren, um in einem Dresdner Café in der Backstube mit anzupacken.

Auch einen eigenen Laden könnte er sich gut vorstellen. "Bei einem Lotto-Gewinn würde ich mich sofort einmieten", scherzt er. Allerdings möchte der Hobby-Bäcker davor herausfinden, ob die Tortenproduktion auch im Beruflichen dauerhaft etwas für ihn wäre.

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"Falls sich irgendwo eine Tür für mich öffnet, bin ich jederzeit interessiert", sagt der 34-Jährige. Die Chancen, sie stehen nach seinen Auftritten im TV ganz und gar nicht schlecht.

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