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Dresden bezuschusst Kreativschaffende mit weiteren 100.000 Euro

Noch bis Ende Juni können Unternehmen aus der Dresdner Kulturszene wieder Fördermittel für ihre Kreativräume beantragen. Was diese dazu nun wissen müssen.

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Von der "Kreativraumförderung" profitieren in Dresden unter anderem Clubs, die sich davon zum Beispiel moderne Licht- und Lüftungsanlagen finanzieren lassen können.
Von der "Kreativraumförderung" profitieren in Dresden unter anderem Clubs, die sich davon zum Beispiel moderne Licht- und Lüftungsanlagen finanzieren lassen können. © Christoph Soeder/dpa

Dresden. Kultur- und Kreativschaffende aus Dresden können ab sofort und bis einschließlich Dienstag, 27. Juni, wieder Fördermittel für Kreativ-Räume beantragen. Das teilt die Stadt am Mittwoch mit. Diese sogenannte "Kreativraumförderung" verbessere gezielt die Raumsituation der Kreativszene, sagt Steffen Rietzschel, kommissarischer Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung. Seit 2015 wurden dafür rund 700.000 Euro zur Verfügung gestellt, weitere 100.000 kämen nun dazu. "Ab sofort freuen wir uns wieder auf Bewerbungen aus der gesamten Kultur- und Kreativwirtschaft!"

Gefördert würden zum Beispiel baukonstruktive Einbauten, Grundkonstruktionen oder auch der Kauf und die Installation von Elektrik und Telekommunikationsinfrastruktur. Gleiches gelte für Lärm- und Lichtschutz, Wärmeversorgungsanlagen, lufttechnische Anlagen und komplette Ton- und Lichtanlagen.

Antragsberechtigt sind Einzelunternehmen sowie Klein- und Kleinstunternehmen mit bis zu 49 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Fördersumme ist auf maximal 50 Prozent des förderfähigen Investitionsvolumens begrenzt, beträgt mindestens 500 Euro, höchstens aber 5.000 Euro. In berechtigten Ausnahmefällen kann die Förderung bis zu 10.000 Euro betragen. Die Förderung erfolgt im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel und wird als nicht rückzahlungspflichtiger Zuschuss gewährt. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung.

Hintergrund der Kreativraumförderung in Dresden:

"Kreativität braucht Raum zur Entfaltung: Kreativ-Räume", erklärt die Stadt. Für viele Kultur- und Kreativschaffende seien die vergangenen Jahre diesbezüglich von besonderen Herausforderungen geprägt gewesen. "Jenseits von Pandemie, Energiekrise und Inflation ist die weiter sinkende Verfügbarkeit bezahlbarer Kreativ-Räume für viele in der Branche zum Problem geworden. Um den Akteurinnen und Akteuren zur Seite zu stehen, wurde die Kreativraumförderung der Landeshauptstadt Dresden ins Leben gerufen."

Gefördert wurde im vergangenen Jahr unter anderem die Filmproduktionsfirma Knitterfisch. Geschäftsführer Alexander Fuhrmann sagt dazu: "Wir haben rund 14.000 Euro in eine energiesparende Raumkühlung und Verringerung des Geräuschpegels investiert, die Landeshauptstadt hat 5.000 Euro bezuschusst." Das Beantragungsverfahren sei vergleichsweise einfach gewesen. "Wir überlegen nun, uns für den weiteren Ausbau der Studioebene ebenfalls um städtischen Support zu bewerben."

Auch die Clubs und Livespielstätten der Musikwirtschaft seien laut Stadt förderberechtigt. Steffen Glaeser vom Club Paula: "Dank der Kreativraumförderung der Stadt Dresden besitzt der Club Paula eine moderne Lichtsteuerung und eine leistungsfähige Lüftungsanlage. Damit konnten wir die Nachfrage nach dem Club sowohl bei Fremdveranstaltern als auch bei den Gästen steigern."

Alle Informationen zur Beantragung gibt es auf www.dresden.de/kreativraum.