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Dresden

Dresdens Künstler bitten um Unterstützung

Die Kreativschaffenden wollen in der schweren Corona-Zeit ein Buch herausbringen - und zeigen, warum es sich lohnt, in Dresden zu leben und zu arbeiten.

Juliane Horn ist Leiterin der Geschäftsstelle von "Wir gestalten Dresden". Der Verband möchte Dresdner Kulturschaffenden in der Corona-Zeit unter die Arme greifen.
Juliane Horn ist Leiterin der Geschäftsstelle von "Wir gestalten Dresden". Der Verband möchte Dresdner Kulturschaffenden in der Corona-Zeit unter die Arme greifen. © PR

Dresden. Kaum eine Branche leidet so unter den Corona-bedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens wie die Kultur- und Kreativwirtschaft. Theatervorstellungen, Konzerte, Partys in Clubs - im Jahr 2020 war all dies gar nicht oder kaum möglich.

Unter dem Motto "Kunst trotzt Corona" hatte der Branchenverband "Wir gestalten Dresden" während der Pandemie deshalb ein Hilfsprogramm ausgerufen, das zum Teil aus Spenden und zum Teil mit Geldern der Stadt finanziert wurde.

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Zum Jahresende soll nun ein weiteres Projekt realisiert werden. Mit einem Buch wollen die Macher aufzeigen, "warum es sich lohnt, gerade hier in Dresden zu leben und zu arbeiten". Bereits seit 2010 sammeln die Initiatoren des Netzwerks "Undsonstso" die Geschichten von Menschen aus der Dresdner Kreativwirtschaft.

Insgesamt 200 Personen wurden im Laufe der Jahre befragt, das geplante Buch soll zeigen, wo in Dresden Kreatives entsteht, produziert und dem Publikum vorgeführt wird. Dabei sollen nicht nur die schönen Seiten des Kreativen Arbeitens im Vordergrund stehen.

In kürzester Zeit über 14.000 Euro gesammelt

"Wir dokumentieren kreative Standorte und zeigen, wie und wodurch sie in Dresden prächtig gedeihen – und mitunter auch energisch scheitern", heißt es in einer Pressemitteilung. Ein Ziel der Macher ist es auch zu verdeutlichen, dass es eine" kreative Schaffenslandschaft abseits des barocken Dresdens" gebe.

Auf insgesamt 120 Seiten von "100 Tage undsonstso" dokumentieren die Autoren, wie sich das Leben und Arbeiten im Bereich Kultur und Kunst in den letzten zehn Jahren an der Elbe verändert hat. Um das Projekt umzusetzen, hat der Verband ein Crowdfunding, also eine Finanzierung über ein Online-Portal gestartet, bei dem jeder einen Beitrag beisteuern oder das Buch vorbestellen kann.

Die Kampagne, die bereits seit dem fünften November läuft, ist innerhalb kürzester Zeit auf extrem große Resonanz gestoßen - von den geplanten 17.000 Euro sind bereits über 14.500 Euro zusammengekommen.

In einem zweiten Anlauf plant das Team deshalb - sollten 23.000 Euro als Bonus-Ziel zusammenkommen - das Buch mit noch mehr Seiten und einem "kreativen Stadtplan" zu versehen. Die Kampagne endet am Dienstag kommende Woche, den 15. Dezember, das Buch soll im April nächsten Jahres geliefert werden.

Auf der Plattform "startnext" können Unterstützer dem Projekt helfen. Weitere Infos zum Buch finden Sie auf der Seite des Branchenverbands.

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