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Der Mainzer Niklas Jahn wird neuer Organist der Dresdner Frauenkirche

Samuel Kummer war der erste Organist der Dresdner Frauenkirche nach deren Wiederaufbau. 2022 wurde er entlassen, 2024 verstarb er. Nun gibt es einen sehr jungen Nachfolger.

Von Bernd Klempnow
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Die Dresdner Frauenkirche bekommt einen neuen Organisten. Der 27-jährige Kirchenmusiker Niklas Jahn wird das Amt im Dezember antreten.
Die Dresdner Frauenkirche bekommt einen neuen Organisten. Der 27-jährige Kirchenmusiker Niklas Jahn wird das Amt im Dezember antreten. ©  Archiv: Ronald Bonss / Marvin Laibold/PR

Dresden. Der neue Organist der Dresdner Frauenkirche heißt Niklas Jahn. Der Mainzer Kirchenmusiker setzte sich in einem Feld von 29 Bewerberinnen und Bewerber in einem Kreis von vier Finalisten durch. „Er stach insbesondere durch seine herausragende Improvisationskunst sowie durch spannende konzeptionelle Ideen für den Begegnungsort Frauenkirche hervor“, informierte die Stiftung Frauenkirche am Mittwoch. Jahn ist Nachfolger des wegen arbeitsrechtlicher Probleme 2022 gekündigten und unlängst verstorbenen Kirchenmusikers Samuel Kummer (1968 -2024). Jahn wird demnach der zweite Organist an der Frauenkirche nach deren Wiederaufbau sein.

Der Leiter der Auswahlkommission, Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger, äußerte sich höchst zufrieden über den Juryentscheid. Nach durchweg exzellenten Finalvorspielen Anfang Juni sei der für den Ort und die Aufgaben passendste Kandidat gefunden worden: „Niklas Jahn beeindruckte durch seine außerordentlichen Fähigkeiten im Bereich der Orgelimprovisation – einer Musizierform, die für die vielfältigen Dienste in der Frauenkirche Dresden maßgeblich ist. Sein Talent und sein Gespür für die Möglichkeiten des Kern-Instruments waren sofort hörbar. Wir sind überzeugt, mit ihm eine ausgezeichnete Wahl getroffen zu haben.“

Kirchenmusiker Niklas Jahn ist begeistert von seinem künftigen Arbeitsplatz, "von der Orgel und der barocken Formensprache des Kirchenraums".
Kirchenmusiker Niklas Jahn ist begeistert von seinem künftigen Arbeitsplatz, "von der Orgel und der barocken Formensprache des Kirchenraums". © Maike Sprickerhoff

Erster Dienst im Advent zum Gottesdienst

Seinen Dienst wird Niklas Jahn zum Beginn des neuen Kirchenjahres aufnehmen. Im Gottesdienst am ersten Sonntag im Advent, dem 1. Dezember 2024, wird er an der Kern-Orgel sitzen. Seinem künftigen Arbeitsplatz fühlt er sich bereits verbunden: "Als ich das erste Mal zur Orgelempore der Frauenkirche aufstieg, war ich beeindruckt vom Kern-Instrument und fasziniert von der barocken Formensprache des Kirchenraums.

Nun kann ich es kaum erwarten, hier demnächst meine künstlerische Kreativität zu entfalten. Es ist eine Ehre, an diesem geschichtsträchtigen Ort wirken zu dürfen. Mit Vorfreude und Respekt blicke ich auf die Zusammenarbeit mit meinen Kolleg*innen und die vielfältigen musikalischen Aufgaben, die vor mir liegen. Ich freue mich auf zahlreiche Begegnungen!"

Preise bei vielen Wettbewerben

Jahn ist freiberuflicher Konzertorganist, Improvisator und Dozent. Geboren 1996 in Fulda, sammelte er erste Erfahrungen als Kirchenmusiker an der Christuskirche Mainz und erweiterte diese als Vertretungsorganist am Fuldaer Dom, am Freiburger Münster und am Mainzer Dom.

Er studierte Kirchenmusik, Orgelimprovisation und Chorleitung an Hochschulen in Mainz und Freiburg, wo er sich derzeit im Konzertexamen-Studiengang in den Fächern Orgelimprovisation und Künstlerisches Orgelspiel befindet. Er ist vielfacher Preisträger international Orgelwettbewerbe und darüber hinaus Stipendiat der „Studienstiftung des deutschen Volkes“ und der „Helene-Rosenberg-Stiftung“.