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Dresdens bürgerliches Hoftheater

Den Dresdnern ist ihr Theater wichtig. Vor 110 Jahren wurde der Grundstein für den Bau des Schauspielhauses gelegt. Ein damals ungewöhnlicher Bau.

Von Ralf Hübner
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Das „Reihenhaustheater“: Dresdens Schauspielhaus zwischen Palasthotel Weber und dem Haus der Kaufmannschaft um 1914.
Das „Reihenhaustheater“: Dresdens Schauspielhaus zwischen Palasthotel Weber und dem Haus der Kaufmannschaft um 1914. © Sammlung Holger Naumann

Es ist der Ort in Dresden mit den Brettern, die die Welt bedeuten. Vor 110 Jahren, am 23. März 1912, wurde der Grundstein für das Schauspielhaus gelegt. Der Aufbau des Hauses konnte beginnen. Rund 17 Monate später wurde groß Eröffnung gefeiert. Das Schauspielhaus galt als erstes „bürgerliches Hoftheater“ Deutschlands, das höfische Repräsentation mit bürgerlicher Schlichtheit verband.Die Grundsteinlegung ging an der Ecke zum Haus der Kaufmannschaft am Malergässchen über die Bühne. Sie wurde eher still und im kleinen Kreise begangen. Die „Dresdner Nachrichten“ berichteten dann von der Baustelle: „Die Ausschachtarbeiten auf dem Bauplatz des neuen Schauspielhauses nehmen einen raschen Fortgang“, schrieb das Blatt. Man sei bereits in eine Tiefe von sechs Metern gelangt, sodass die in einer Mächtigkeit von zwei Metern in der Mitte des Geländes vorgefundene Ton- und Schlammschicht nunmehr als beseitigt angesehen werden könne.

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