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Sechsmal Roland Kaiser und jede Menge großes Kino bei den Filmnächten am Elbufer

Mit dem letzten "Bond" beginnt die Freiluft-Saison am Dresdner Elbufer. Und Roland "dor Roli" Kaiser will seinen eigenen Rekord brechen – mit 70.000 Fans.

Von Oliver Reinhard
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Vom 23. Juni bis 28. August präsentieren die Filmnächte wieder Filme und Musik am fließenden Flusskilometer und Open Air.
Vom 23. Juni bis 28. August präsentieren die Filmnächte wieder Filme und Musik am fließenden Flusskilometer und Open Air. © Jürgen Lösel

Dresden. Gleich an den schönen Anfang ein tragisches Ende setzen – das muss man sich erstmal trauen. Die Filmnächte am Dresden Elbufer wagen es und starten am Donnerstag ihren diesjährigen Open-Air-Jahrgang mit dem Bond-Abenteuer "Keine Zeit zu sterben", in dessen Finale dem Helden James B. jedoch genau das widerfährt. Zum Glück tröstlich schnell und schmerzfrei, aber freilich ungeheuer spektakulär.

Spektakulär darf man auch einige Events der 2022er-Filmnächte-Saison nennen. Vor allem die Kaisermanias im Sixpack, so viele wie nie zuvor. In seinem 70. Geburtstagsjahr macht "dor Roli", wie man ihn hier zärtlich nennt, "in meiner Homebase Dresden" (O-Ton Herr Kaiser) erstmals das halbe Dutzend mit über 70.000 Fans voll.

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Spektakulär auch, dass am 18. August Kult-Autor Marc Uwe Kling persönlich am Elbufer "seinen" neuen Film "Die Känguru-Verschwörung" als Uraufführung vor Publikum präsentiert, nicht ohne vorher aus seinem aktuellen Bestseller vorzulesen.

Marc Uwe Kling
Marc Uwe Kling © Henning Kaiser/dpa

Sinnlich sensationell dürfte der Abend des 22. August ausfallen, wenn im Vorfeld des Dokumentarfilms "Unsere Herzen – ein Klang" über zwei Chorleiter gleich mehrere Chöre live am Elbufer auftreten. Vielklang ist ohnehin traditionell angesagt im Programm der Filmnächte. Zwar setzen deren Gründerväter stets auch aufs große Publikum mit Blockbustern wie "Spiderman" (25.6.), "Dune" (1.7.) oder "Downtown Abbey II"; die über 3.500 Sitzplätze an der Elbe wollen schließlich gefüllt werden.

Doch Johannes Vittinghof und Matthias Pfitzner sind selber Filmfreaks, die neben der gehaltvollen Massen- auch für ganz besondere Ware sorgen. Zum Beispiel am 9. August mit "Everything, Everywhere All At Once", der eine Migrationsgeschichte als Science-Fiction-Abenteuer erzählt. Oder der schräge "Parallele Mütter" (26.6.) von Pedro Almodóvar und die außergewöhnliche Doku "Der Schneeleopard" (1.8.).

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Für ostdeutsche Akzente sorgt in diesem Jahr neben "Alfons Zitterbacke" (24.8.) und Leander Hausmanns "Stasikomödie" (19.7.) ein neues Drama, das es in sich hat: Mit Lars Eidinger, Luise Heyer und Devid Striesow vor der Kamera erzählt Regisseurin Franziska Stünkel in "Nahschuss" (4.7.) die bewegende Geschichte von Werner Teske, dem letzten Hinrichtungsopfer in der DDR. Auch hier, wird, wie 2022 bei besonders vielen Filmen, das Team ans Elbufer kommen. "Die Anziehungskraft des Ortes, die Stimmung, das Ambiente – das spricht sich halt immer mehr rum in der Filmszene", sagt Mitgründer Matthias Pfitzner.

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