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21 Fragen für 2021: Heute beantwortet von der Museumsdirektorin Stephanie Buck.

© Bildstelle

Stephanie Buck, Jahrgang 1964, leitet das Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, das 2020 sein 300-jähriges Bestehen feierte. Die aktuelle Ausstellung, Teil 2 der Jubiläumsschau, wurde verlängert. Die Kunsthistorikerin kam 2015 von der Themse an die Elbe, hatte neun Jahre in London an der Courtauld Gallery gearbeitet. 2018 wurde sie Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.

1. Mit wem würden Sie gerne mal für ein Jahr tauschen?
Als sehr offener Mensch gibt es viele, mit denen ich gerne einmal für ein Jahr tauschen würde: Vielleicht besonders gerne mit der Cellistin Sol Gabetta und der Polarforscherin und Aktivistin Ann Bancroft.

Jubel
Zwei echt starke Jubiläen
Zwei echt starke Jubiläen

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2. Welches Kulturereignis in Sachsen ist jetzt schon rot in Ihrem Kalender markiert?
Neben der Wiedereröffnung unserer Dresdner Museen werde ich als Erstes für ein Konzert in der Philharmonie ein Ticket ergattern.

3. Welches Wort wollen Sie 2021 nicht mehr hören und lesen?
Coronabedingt.

4. Welche Schlagzeile würden Sie gern über Sachsen lesen?
Sachsen bei Nachhaltigkeit und Integration Weltspitze!

5. Was wünschen Sie sich von der Sächsischen Zeitung?
Kritischen Qualitätsjournalismus, der sich gegen Populismus verwahrt.

6. Welches Schulfach sollte es bald geben?
Soziale Kompetenz und Umweltschutz.

7. Wofür wollen Sie sich 2021 engagieren?
Für die praktische Umsetzung der aus der Pandemie gewonnenen Erkenntnis, dass Kunst und Kultur systemrelevant sind.

8. Auf welche Begegnung sind Sie besonders neugierig?
Auf hoffentlich viele persönliche Begegnungen mit den Besucherinnen und Besuchern in den Ausstellungen und im Studiensaal des Kupferstich-Kabinetts.

9. Wovon wollen Sie sich ganz dringend trennen?
Von meiner Wespenallergie.

10. Welches Ritual werden Sie auch 2021 nicht ändern?
Den Tag mit einer Tasse Earl Grey zu beginnen.

11. Welches ist Ihr persönlicher Lieblingsschnappschuss des Jahres?
Schwebende Papierbänder und das Spiel von Licht und Schatten: Monika Grzymala hat im Kleinen Schlosshof des Residenzschlosses aufgenommen, als wir im Frühjahr aus Anlass des 300. Jubiläums des Kupferstich-Kabinetts und kurz vor dem Ende des ersten Lockdowns ihre Arbeit Raumzeichnung „Stop Motion“ installiert hatten.

Für Stephanie Buck drückt dieses Bild „eine hoffnungsfrohe Dynamik aus, die uns im Museum trotz aller Schwierigkeiten das ganze Jahr über begleitet hat“.
Für Stephanie Buck drückt dieses Bild „eine hoffnungsfrohe Dynamik aus, die uns im Museum trotz aller Schwierigkeiten das ganze Jahr über begleitet hat“. © Monika Grzymala

12. Welche zwei Streithähne würden Sie gern zusammen an einen Tisch setzen?
Abbas und Netanjahu.

13. Welche Sportart möchten Sie gerne mal selbst ausprobieren?
Gleitschirmfliegen.

14. Was wollten Sie Christian Drosten schon immer mal sagen?
Danke für den Podcast.

15. Welchen Slogan wünschen Sie sich für den Bundestagswahlkampf?
Geht wählen!

16. Welches Ministerium würden Sie neu einführen?
Wenn es ein neues Ministerium braucht, dann eines für kreativen digitalen Wandel.

17. Welches Buch wollen Sie endlich lesen?
„4-3-2-1“ von Paul Auster.

18. Welches Gericht werden Sie kochen lernen?
Quarkkeulchen.

19. Wofür wollen Sie 2021 Geld spenden?
Für Stolpersteine.

20. In welches Land wollen Sie reisen?
Nach Indien.

21. Wen würden Sie spontan umarmen wollen?
Meine Patenkinder in Italien und Frankreich.

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