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Blaues Wunder im Grünen Gewölbe

Sanftmut statt Höchststrafe: Wie die Justiz mit den Verbrechern des Remmo-Clans umgeht, ist für Nichtjuristen unbegreiflich. Ein Kommentar.

Von Bernd Klempnow
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© Jürgen Karpinski/Grünes Gewölbe/Polizeidirektion Dresden/dpa; SZ

Vor wenigen Wochen machte das Wort „Weihnachtswunder“ die Runde. So jedenfalls bezeichnete die emotional erregte Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden Marion Ackermann die Rückgabe eines Großteils der Beute aus dem Einbruch ins Grüne Gewölbe vom November 2019. Hätte sie gesehen, was da unlängst Beamte der ermittelnden Sonderkommission „Epaulette“ in einer Berliner Anwaltskanzlei nach einem Deal der Dresdner Justiz mit den Verteidigern der Remmo-Clan-Angeklagten ausgehändigt bekamen, hätte sie weniger euphorisch reagiert. Denn seit dem jüngsten Prozesstag am Dienstag ist öffentlich: Wichtige, heute unbezahlbare Objekte fehlen, andere sind bis zur Unkenntlichkeit beschädigt und nur im Glücksfall zu restaurieren.

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