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Mit Orgel und Kreuzchor attraktiv unterwegs

Auch der Organist der Queen ist in Dresdens Kreuzkirche aktiv. Über 100 Veranstaltungen plant Kreuzorganist Gehring. Der Knabenchor wird neu aufgestellt.

Von Bernd Klempnow
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Er kennt und spielt alle Orgel in Dresden – die der Kreuzkirche bis zu der im Kulturpalast: Kreuzorganist Holger Gehring.
Er kennt und spielt alle Orgel in Dresden – die der Kreuzkirche bis zu der im Kulturpalast: Kreuzorganist Holger Gehring. © Dörte Gerlach

Wenn in wenigen Tagen die Dresdner Orchester in die Sommerpause gehen, dann legt Kreuzorganist Holger Gehring so richtig los. Bis zu vier Orgel-Veranstaltungen pro Woche plant er in den Sommermonaten. Hauptsächlich ist die mit 6.300 Pfeifen größte Orgel in der Kreuzkirche gefragt, aber auch ab und an im Wechsel die königlichen Instrumente der Frauenkirche und Kathedrale. Das kündigte er am Dienstag bei der Präsentation des Musikjahres 2022/23 an. Da keiner weiß, was ab Herbst Corona macht, gibt es kein gedrucktes Jahresheft, sondern Publikationen, die einen kürzeren Zeitraum berücksichtigen.

Panflöte trifft die Königin der Instrumente

Klar ist: Es gibt einstündige Orgel-Formate immer mittwochs, aber auch dienstags und donnerstags jeweils 15-minütige Werktagsangebote. Namhafte Organisten aus aller Welt gestalten die Einstünder. So kommen demnächst Organisten aus Zürich, Paris, Krakau und St. Gallen. Sogar ein Musiker aus royalem Haus, der unlängst zum Queen-Jubiläum weltweit präsente James O’Donnell aus der Westminster Abbey, ist eingeladen. Doch nicht nur Musik erklingt. Gehring bietet seine Gäste vor deren Konzerten immer zu einem dreiviertelstündigen Künstlergespräch "Unter der Stehlampe" in die Schütz-Kapelle zum fachlichen Disput. Interessante Kombinationen will er bieten, so etwa Orgel und die virtuose Panflöte oder zu Weihnachten Orgel und Handglockenchor. Silvester sollen Trompeten und Pauken das Orgelspiel bereichern.

Der Kreuzchor ist zwar ein städtischer Chor, hat aber seine Heimstätte in der Kreuzkirche.
Der Kreuzchor ist zwar ein städtischer Chor, hat aber seine Heimstätte in der Kreuzkirche. © SAE Sächsische Zeitung

Interessant wird das Konzertleben in der städtischen Hauptkirche auch, weil der Kreuzchor neu aufgestellt wird. Altkantor Roderich Kreile verabschiedet sich an diesem Sonnabend offiziell, Neukantor Martin Lehmann soll Mitte September ins Amt eingeführt werden. Klar ist, die "Gestaltung der Vespern wird sich künftig stärker liturgisch im Ablauf und auf das Kirchenjahr bezogen orientieren", so Lehmann.

Auftakt für seine erste Konzert-Saison ist Brahms’ Requiem im November. So es die Knaben und jungen Männer schaffen, die Kompositionen nach zweijähriger Corona-Pause sicher einzustudieren, sollen die großen Oratorien wie Bachs Weihnachts-Hit und dessen Matthäuspassion zu Ostern sowie Mozarts Requiem zum Dresdner Gedenktag folgen. Auch der Weihnachtsliederabend und das Konzert im Dynamo-Stadion sind in Planung. "Als städtischer Chor müssen die Kruzianer Angebote für alle Dresdner machen."

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Der Vorverkauf für die kommende Konzertsaison in der Kreuzkirche startet am 1. Juli.