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Augusts Lieblingsstücke jetzt in Frankreich

Schloss Chantilly bei Paris bringt zwei weltberühmte Sammlungen zusammen.

Eine Sonderschau in Schloss Chantilly bei Paris bringt Teile der Porzellansammlung August des Starken mit Stücken aus dem Nachlass des Herzogs Louis Henri de Bourbon-Condé zusammen.
Eine Sonderschau in Schloss Chantilly bei Paris bringt Teile der Porzellansammlung August des Starken mit Stücken aus dem Nachlass des Herzogs Louis Henri de Bourbon-Condé zusammen. © Wikipedia

Meißen. US-Präsident Richard Nixon war leicht angesäuert. „Warum hat man mich siebenmal nach Versailles geführt und niemals hierher?“ Mit diesen Worten äußerte der Amerikaner seinen Unmut darüber, erst so spät das Barockschloss Chantilly bei Paris präsentiert bekommen zu haben.

Seit dem Wochenende und noch bis 3. Januar nächsten Jahres ist in den Grands Appartements der Anlage eine wohl einmalige Sonderschau zu sehen. Sie bringt Teile der Porzellansammlung August des Starken aus sächsischen Beständen mit Stücken aus dem Nachlass des Herzogs Louis Henri de Bourbon-Condé zusammen. Beide Fürsten waren geradezu vernarrt in Porzellan. Anfangs sammelten sie vor allem chinesische und japanische Ware. Späterhin ließen sie an ihren Höfen in eigenen Manufakturen Porzellan erzeugen. 

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1730 gründete Louis Henri de Bourbon-Condé den Betrieb in der Nähe seines Schlosses. Im Gegensatz zum Meissener Vorbild fehlte in der Masse des leichteren französischen Porzellans der Grundstoff Kaolin. Mit seinem Hobby tröstete sich der Adlige nicht zuletzt über seine Ablösung als Premierminister am Hofe des französischen Königs.

In einer ersten Phase wurde in Chantilly vor allem Porzellan nach fernöstlichen Vorbildern hergestellt. Neben Zubehör für Tisch und Tafel entstanden verschiedene Figuren. Bereits 1800 stellte das Unternehmen seinen Betrieb jedoch ein. 

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