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Dresden

Stadtmuseum zeigt jüdisches Leben in Dresden

Eine Ausstellung in der Ausstellung wirft einen anderen Blick auf die Geschichte Dresdens, zu der seit 1.700 Jahren auch Juden gehören.

Christina Ludwig, Direktorin des Dresdner Stadtmuseums, in der Ausstellung zu jüdischem Leben in Dresden.
Christina Ludwig, Direktorin des Dresdner Stadtmuseums, in der Ausstellung zu jüdischem Leben in Dresden. © Christian Juppe

Dresden. Die Dresdner Stadtgeschichte neu denken: Das will eine sogenannte Intervention in der Dauerausstellung des Stadtmuseums, die seit Freitag, 1. Oktober, zu sehen ist. "Rethinking Stadtgeschichte - Perspektiven jüdischer Geschichten und Gegenwarten" widmet sich Aspekten des jüdischen Lebens in Dresden, in der Vergangenheit und heute.

Besucher sollen darin unterschiedliche Dimensionen des Jüdischen erkunden können und erfahren, "dass sich im alltäglichen Leben zahlreiche Berührungspunkte zu jüdischer Vergangenheit und Gegenwart finden", wie das Stadtmuseum erklärt. "In Wohnzimmern, Kellern oder Garagen stehen heute noch Objekte, die solche Geschichten erzählen."

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Das Stadtmuseum an der Wilsdruffer Straße zeigt derzeit die Geschichte jüdischen Lebens in Dresden.
Das Stadtmuseum an der Wilsdruffer Straße zeigt derzeit die Geschichte jüdischen Lebens in Dresden. © Christian Juppe
Die Exponate sind ein Teil der Dauerausstellung des Museums, beziehungsweise bilden eine "Intervention" in dieser.
Die Exponate sind ein Teil der Dauerausstellung des Museums, beziehungsweise bilden eine "Intervention" in dieser. © Christian Juppe
Zu den Exponanten zählt unter anderem ein jüdischer Ritual-Becher.
Zu den Exponanten zählt unter anderem ein jüdischer Ritual-Becher. © Christian Juppe

Neben einem Themenpfad durch die Dauerausstellung unter anderem mit solchen Objekten, die aus Privatbesitz, von der Jüdischen Gemeinde Dresden oder den Staatlichen Kunstsammlungen stammen, soll es eine didaktische Handreichung, eine BLOG-Reihe zur Diskussion um ein Jüdisches Museum für Sachsen sowie Veranstaltungen in Kooperation mit Hatikva e. V., Stolpersteine für Dresden e. V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V. und Avery Gosfield (Jüdische Woche Dresden) geben.

Die Intervention ist eingebunden in das Festjahr zu 1.700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland, dessen Ziel es ist, "jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen und dem erstarkenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen". (SZ/dob)

"Rethinking Stadtgeschichte" wird noch bis 31. März 2022 im Stadtmuseum zu sehen sein. Weitere Informationen und das Rahmenprogramm finden Sie hier.

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