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Ständchen für Volk und Führer

Zum 150. setzt sich Dresdens Philharmonie erstmals kritisch mit der eigenen Historie auseinander – dem Anbiedern in der NS-Zeit und dem Verdrängen in der DDR.

Von Bernd Klempnow
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Die Dresdner Philharmonie spielt im NS-Propagandafilm „Symphonie eines Lebens“ (1942) in der alten Berliner Philharmonie mit: Erster Konzertmeister Bernhard Hamann (l.) und Konzertmeister Arthur von Freymann.
Die Dresdner Philharmonie spielt im NS-Propagandafilm „Symphonie eines Lebens“ (1942) in der alten Berliner Philharmonie mit: Erster Konzertmeister Bernhard Hamann (l.) und Konzertmeister Arthur von Freymann. © Archiv Dresdner Philharmonie

Es fehlten nicht viele. Ob Brahms, Dvorák, Tschaikowski, Strauss oder Hindemith – sie alle haben mit der Dresdner Philharmonie musiziert. Und mit dem städtischen Orchester eigene Werke aufgeführt. Auch die Liste der Gast- und Chefdirigenten wie Fritz Busch, Erich Kleiber, Franz Konwitschny, Kurt Masur und Yehudi Menuhin liest sich wie das Who-is-Who der Zunft. Es verdeutlicht, welchen Stellenwert die Philharmonie in der Musikwelt innehatte und heute genießt. „Die Philharmoniker haben unverändert einen feurigen Geist“, sagte Kurt Masur 1998 in der Sächsischen Zeitung. „Bei ihnen ist das gemeinsame Wollen, der Ehrgeiz zur Qualität immer da, wie es ihn immer gegeben hat.“

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