SZ + Update Dresden
Merken

Andere Ursache für Stromausfall im Dresdner Westen

Über 2.000 Menschen saßen am Sonntagabend im Dunkeln. Der Grund dafür lag nicht wie gedacht an veralteten Leitungen.

Von Kay Haufe
 2 Min.
Teilen
Folgen
Ein Kurzschluss hat am Samstag zu einem Stromausfall im Dresdner Westen geführt.
Ein Kurzschluss hat am Samstag zu einem Stromausfall im Dresdner Westen geführt. © Roland Halkasch

Update, 19. Oktober, 17.30 Uhr: Der Energieversorger Sachsenenergie hat die Ursachen für den Stromausfall am Sonntagabend weiter untersucht. Um 21.37 Uhr gingen in genau 2.102 Haushalten in Gorbitz, Gompitz, Leutewitz, Cotta und umliegenden Bereichen die Lichter und Heimelektronik aus. Für rund eine Stunde waren sie ohne Strom.

Zunächst wurde vermutet, dass der Ausfall auf eine technische Alterung der Anlagen zurückzuführen ist. Doch inzwischen ist klar, dass es sich um einen sogenannten Erdschluss in einer Muffe gehandelt hat. "Wie das geschehen ist, wird derzeit noch genauer untersucht", sagt Sachsenenergie-Sprecherin Viola Martin-Mönnich. In der Folge hatte sich das Netz aus Sicherheitsgründen folgerichtig abgeschaltet.

"Die Leitstelle hat hierauf unverzüglich reagiert und Sofortmaßnahmen zur Wiederversorgung eingeleitet. Nach 52 Minuten waren sämtliche Kunden wieder am Netz", so Martin-Mönnich.

Hintergrund: Zwei Stromausfälle in Dresden am Wochenende - so haben wir am Montag berichtet

Unterschiedliche Ursachen mit großer Wirkung: Tausende Dresdner waren am Wochenende zeitweise ohne Strom. Im Dresdner Süden versuchten Diebe am Samstagmorgen Kabel zu klauen, in der Folge ging bei 1.100 Haushalten um 9.31 Uhr die Heimelektronik aus. Die Polizei wurde hinzugezogen und nach rund einer Stunde konnte dieses Problem von den Monteuren der Sachsenenergie behoben werden, sagt Sprecherin Viola Martin-Mönnich.

Schon einen Tag später, zur Primetime am Sonntagabend, gab es für Tausende Haushalte im Dresdner Westen eine böse Überraschung: Um 21.37 gingen die Lichter aus, war der Strom weg. Auch der Handyempfang war gestört. Der Grund dafür war ein Kurzschluss, mutmaßlich hervorgerufen durch veraltete Kabel, sagt Viola Martin-Mönnich. So kam es zur Störung im Mittelspannungsnetz. Betroffen waren nach ihrer Aussage die Dresdner Stadtteile Gorbitz, Gompitz, Cotta, Briesnitz und Leutewitz sowie umliegende Gebiete.

Die Monteure von Sachsenenergie konnten den Fehler allerdings schnell finden und beheben, schon nach einer Stunde war der Strom im Dresdner Westen wieder da. Etwas länger dauerte es, bis die Sendemasten für den Handyempfang wieder die nötige Spannung aufgebaut hatten. "Deshalb kann es sein, dass es noch länger Ausfälle im Mobilfunkbereich gab", sagt Martin-Mönnich. Eine Anwohnerin aus Omsewitz berichtet, dass Festnetz und Internet am Montag ab 11 Uhr wieder zurück waren.

Erst am 13. September war es in Dresden zu einem großflächigen Stromausfall gekommen. Menschen blieben in Aufzügen stecken, Telefonanlagen fielen aus, Hunderte Notrufe gingen bei der Polizei ein. Ein beschichteter Ballon hatte zu einem Kurzschluss in einem Umspannwerk in Zschachwitz geführt. Rund eine halbe Stunde waren fast ganz Dresden und umliegende Gemeinden ohne Strom. Eine Störung dieser Größenordnung habe es vorher noch nicht bei Sachsen Netze gegeben, sagte damals deren Geschäftsführer Steffen Heine. Die Polizei ging von einem Zufall aus.