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Angriff auf Jugendhelfer in Dresden

Ein Jugendlicher hat einen Mitarbeiter einer Einrichtung der Jugendhilfe in Dresden brutal angegriffen. Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage.

Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung gegen einen 18-Jährigen vor der Jugendkammer des Landgerichts Dresden.
Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung gegen einen 18-Jährigen vor der Jugendkammer des Landgerichts Dresden. © Archiv/Rene Meinig

Dresden. Einem jungen Mann wird vorgeworfen, am Morgen des 21. April 2021 einen Jugendhelfer in Dresden angegriffen zu haben. Dabei soll er laut Staatsanwaltschaft den Tod des Mannes in Kauf genommen haben. Dem Angriff war ein Streit vorangegangen.

Zuerst warf der 18-jährige Gambier eine Kaffeetasse in Richtung des Jugendhelfers. Die Tasse verfehlte allerdings ihr Ziel. Der Jugendliche setzte seinen Angriff mithilfe einer Flamme fort, die er mit einem Feuerzeug und einer Deoflasche erzeugte. Der Flamme konnte der 45-Jährige ausweichen.

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Daraufhin griff der junge Mann zu einer Schere und versuchte sie dem Mitarbeiter der Jugendeinrichtung in den Bauch zu stechen. Durch die erfolgreiche Gegenwehr des Opfers stürzten die beiden zu Boden, wo der auf dem Älteren liegende Jugendliche auf Kopf und Oberkörper des Jugendhelfers einzustechen begann. Andere Mitarbeiter der Jugendeinrichtung verhinderten Schlimmeres und konnten den Heranwaschsenden überwältigen. Diesem gelang es jedoch noch, dem Jugendhelfer einen Stoß zu versetzen, der diesen an der Schulter verletzte.

Der mutmaßliche Täter wurde direkt nach der Tat festgenommen und befand sich vom 22. April bis zum 24. August in Untersuchungshaft. Seit dem 24. August ist der Beschuldigte auf Geheiß des Amtsgerichts Dresden vorerst in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Die Staatsanwaltschaft geht nach Ermittlungen davon aus , dass der Beschuldigte unter einer psychischen Erkrankung leidet und deswegen vermindert schuldfähig ist. Er ist bis jetzt nur geringfügig und nicht einschlägig vorbestraft.

Zum Tatvorwurf hat sich der junge Mann bis jetzt nicht geäußert. Ihm werden unter anderem versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheidet das Landgericht Dresden. (SZ)

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