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Anklage gegen Drogenhändler in Dresden

Im großen Stil soll ein 28-Jähriger in Dresden und Meißen mit Crystal und Marihuana gehandelt und dabei mehr als eine Million gezahlt haben.

Viele Dutzend KIlo Crystal waren die Handelsware eines 28-Jährigen, der deshalb nun angeklagt wurde.
Viele Dutzend KIlo Crystal waren die Handelsware eines 28-Jährigen, der deshalb nun angeklagt wurde. © dpa

Dresden. Die Dresdner Staatsanwaltschaft hat gegen einen 28-jährigen Georgier Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden erhoben. Der Mann soll in 24 Fällen und in nicht geringer Menge mit Betäubungsmitteln gehandelt haben. Das teilt die Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

So soll der Beschuldigte von April 2017 bis Dezember 2019 in 17 Fällen jeweils mindestens drei Kilogramm Crystal zum Preis von 60.000 Euro und insgesamt mindestens 51 Kilo derselben Droge zum Preis von über einer Million von einem Händler angekauft haben, gegen den ein eigenes Verfahren läuft. Danach verkaufte der 28-Jährige die Drogen im Raum Dresden und Meißen weiter.

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Auch mit Marihuana soll der Mann gehandelt haben. So wird ihm vorgeworfen, Anfang des vergangenen Jahres 20 Kilo der Droge an einen anderen Beschuldigten für 94.500 Euro verkauft zu haben. Außerdem soll er im April 2020 in sechs weiteren Fällen insgesamt mindestens weitere acht Kilo Crystal an weitere gesondert verfolgte Beschuldigte, aber auch an unbekannte Abnehmer zum Preis von etwa 250.000 Euro verkauft haben.

Mobilfunkdaten entschlüsselt

Wie in weiteren ähnlichen Fällen, in denen Drogendealer in jüngster Zeit überführt wurden, konnten dem Mann die Taten durch die Entschlüsselung von Mobilfunkdaten durch französische Ermittlungsbehörden nachgewiesen werden. Der Mann hatte über verschlüsselte Mobiltelefone des Anbieters "EncroChat" kommuniziert. Diese Erkenntnisse hätten erhebliche Bedeutung für die Nachweisführung in diesem Verfahren, erklärt die Staatsanwaltschaft.

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Auf ihren Antrag hatte der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen, der am 27. Januar dieses Jahres vollzogen werden konnte. Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Er ist nicht einschlägig vorbestraft und hat sich zu den Tatvorwürfen nicht eingelassen.

Das Landgericht Dresden entscheidet nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage. Auch ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht bestimmt. (SZ/dob)

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