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Zwangspause für Schloßfähre beendet

Nach drei Wochen können auch PKWs wieder bei Pillnitz auf das andere Elbufer. Die Schäden waren schlimmer als erwartet.

Die Pillnitzer Schlossfähre lag drei Wochen auf der Werft in Laubegast und wurde repariert.
Die Pillnitzer Schlossfähre lag drei Wochen auf der Werft in Laubegast und wurde repariert. © Archiv: Steffen Füssel

Dresden. Erfreuliche Nachrichten für Pendler und Touristen: Ab kommenden Montag um 5.30 Uhr wird die Autofähre zwischen Pillnitz und Kleinzschachwitz wieder wie gewohnt ihren Betrieb aufnehmen. Drei Wochen lang mussten Fahrgäste die Personenfähre nebenan nutzen, weil das 26 Jahre alte Schiff zur Reparatur in der Laubegaster Werft lag. 

Probleme hatten insbesondere die Motoren gemacht. Sie haben eine "Frischekur" erhalten, wie Werkstattleiter Jürgen Gableske verrät. "Wir hoffen, dass sie nun wieder zehn Jahre halten." Gableske rät allerdings dazu, den Gesamtzustand des Schiffs "ständig im Blick zu behalten".

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Werkstattleiter warnt: "Rechtzeitig zukunftsfähig entscheiden"

Der Grund: Die Schloßfähre ist bereits 26 Jahre alt und leidet unter zunehmendem Verschleiß. Gableske mahnt deshalb an, "rechtzeitig zukunftsfähige Entscheidungen zu treffen." Neben den Arbeiten an Motoren und Pump-Jet-Antrieben hätten Handwerker auch die Handläufe für Passagiere erneuert.

Außerdem seien Schweißarbeiten an den Landeklappen und der Austausch der Hydraulikzylinder notwendig gewesen. Zusätzlich wurde das Schiff neu gestrichen, wobei die Arbeiten immer wegen schlechtem Wetter unterbrochen werden mussten. Kostenpunkt für die Generalüberholung: etwa 80.000 Euro.

Plötzlich Risse entdeckt

Ursprünglich sollte die Schloßfähre schon ab dem 25. September wieder in Betrieb gehen. An den Landeklappen habe man dann aber Risse entdeckt. "Die kann man im laufenden Betrieb nicht sehen, wenn die Fähre am Ufer liegt“, so Gableske.

Auch die Rohre, in denen die Fallpoller für das Festmachen des Schiffes an der Landeanlage geführt werden, seien deformiert und teilweise gerissen gewesen. Auch damit, dass die Abgaskompensatoren neu isoliert und komplettiert, Halterungen der Fensterscheiben ersetzt und zusätzlich Wandverkleidungen erneuert werden mussten, hatte niemand gerechnet.

Bereits im Frühjahr sollte die dringend notwendige Sanierung der Schlossfähre starten. Doch weil an der Fähre mehrere Schwalbenpaare brüteten, war der Termin auf Bitten des NABU verschoben worden. „Die Vögel sind jetzt längst abgezogen und kommen bestimmt im nächsten Jahr wieder“, sagt Gableske. (SZ/dkr)

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