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Dresden

Betrug mit nachgebildeter historischer Schrift in Dresden

Einer Seniorin wird ein Dokument für rund 10.000 Euro verkauft. Der wahre Wert ist weit geringer. Die Staatsanwaltschaft erhebt nun Anklage wegen Betrugs.

Einem 24-jährigen Deutschen wird vorgeworfen, eine 79-Jährige betrogen zu haben
Einem 24-jährigen Deutschen wird vorgeworfen, eine 79-Jährige betrogen zu haben © Archiv/Rene Meinig

Dresden. Ein mutmaßlicher Betrüger soll Anfang des vergangenen Jahres mehrmals eine 79-Jährige in ihrer Wohnung besucht haben. Der 24-Jährige bot der Frau ein sogenanntes Faksimile zum Preis von rund 20.000 Euro an. Faksimiles sind originalgetreue Nachbildungen meist handschriftlich verfasster historischer Dokumente. Da die Herstellung einer solchen Nachbildung sehr aufwendig ist, sind Faksimiles oft sehr wertvoll.

Nicht so jedoch das Dokument, das der Deutsche der Seniorin anbot. Dessen Wert betrug nur ungefähr 100 Euro. Trotzdem nahm der Beschuldigte rund 10.000 Euro von der Seniorin als Anzahlung an. Ihm wird vorgeworfen die Frau bewusst getäuscht zu haben, wobei er ihr hohes Alter ausnutzte.

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Die Staatsanwaltschaft Dresden hat die Einziehung des Betrags oder eines Ersatzes vom 24-Jährigen beantragt. Der Tatverdächtige bestreitet den Vorwurf und sitzt momentan nicht in Untersuchungshaft.

Die Entscheidung, ob ein Verfahren eröffnet wird, liegt nun beim Amtsgericht Dresden. (SZ)

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