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Booster-Impfungen für Dresdner Senioren

An diesem Mittwoch bilden sich wieder Schlangen beim Impfen. Auch Ältere, Pfleger und Ärzte bekommen die Impfung.

Von Julia Vollmer
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Auch für Pflegeheim-Bewohner gibt es Impfangebote.
Auch für Pflegeheim-Bewohner gibt es Impfangebote. ©  Symbolbild: dpa

Dresden. Auch an diesem Mittwoch ist der Ansturm auf die mobilen Impfteams in Dresden groß. Viele wollen sich ihre Auffrischungsimpfung , auch Booster-Impfung genannt, abholen.

Wo können sich die Dresdner impfen lassen?

Bei den mobilen Impfaktionen, die das DRK Sachsen koordiniert, werden Erst-, Zweit- und Drittimpfungen (im Rahmen der Abstandszeiten und Zulassungen) gegen das Coronavirus durchgeführt. In der Regel stehen Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson zur Verfügung. Bei letzterem ist nur eine Impfdosis für die Grundimmunisierung nötig. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt, diesen Impfstoff für Menschen ab 60 Jahren zu verwenden.

11. November:

  • TU Dresden, Bergstr. 64, 01069 Dresden, 11 - 16.30 Uhr

12. November:

  • TU Dresden, Bergstr. 64, 01069 Dresden, 11 - 16.30 Uhr
  • Gesundheitsamt am Brauhaus (3. OG), Am Brauhaus 8, 01099 Dresden, 13 - 17.30 Uhr
  • Ortsamt Blasewitz, Naumannstraße 5, 01309 Dresden, 12 - 17 Uhr

13. November:

  • TU Dresden, Bergstr. 64, 01069 Dresden, 11 - 16.30 Uhr
  • Gesundheitsamt am Brauhaus (3. OG), Am Brauhaus 8, 01099 Dresden, 10 - 15.30 Uhr
  • Ortsamt Blasewitz, Naumannstraße 5, 01309 Dresden, 12 - 17 Uhr

Impfen auch die Hausärzte?

Ja, die Hausärzte in Dresden bieten auch die Corona- und die Booster-Impfung an und werden aktuell überrannt. "Aktuell impfen über 270 Hausarztpraxen in Dresden", sagt Klaus Heckemann, Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen. In der SZ von Mittwoch hatte fälschlicherweise 19 Praxen gestanden. Diese Zahl bezieht sich aber auf die Praxen, die auch Nicht-Patienten bei sich impfen.

Bekommen auch Pfleger und Erzieher die Booster-Impfung?

"Ja, wir haben bereits mit der Booster-Impfung begonnen. Nachdem die Sächsische Impfkommission (SIKO) diese für alle Personen empfiehlt, bieten wir diese auch so an", sagt das Uniklinikum für seine Ärzte und Pflegekräfte. Dabei achte das Klinikum darauf, dass zunächst Mitarbeitende geimpft werden, die zum Beispiel Kontakt zu Covid-Patienten haben. "Die Nachfrage ist groß", so eine Sprecherin. Das Klinikum empfiehlt die Impfung aber auch für alle anderen. "Um einen nachhaltig hohen Schutz vor schwerer Erkrankung zu haben, sind die Booster-Impfungen sechs Monate nach der ersten Impfung wichtig." Das sei vor allem bei älteren Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen oder Menschen, die Immunsuppressiva einnehmen, wichtig. "Auch sollten Personen geboostert werden, die engen Kontakt zu kranken oder zu pflegenden Personen haben."

Auch in den Pflegeheimen sind die Auffrischungsimpfungen gestartet worden. "In einigen AWO-Pflegeeinrichtungen haben Hausärzte bereits Booster-Impfungen für Bewohnerinnen und Bewohner durchgeführt. Je nach Einrichtung liegt die Quote der Auffrischungsimpfungen zwischen 15 und 95 Prozent", so Sprecher Andreas Szabo. Es gebe auch Hausärzte, die bislang keine oder erst später Termine anbieten können.

In den Heimen seien viele Hausärzte aktiv, der Koordinierungsaufwand enorm. "Um das Thema Auffrischungsimpfungen schneller zu realisieren, wäre der Einsatz mobiler Impfteams wünschenswert, die zügig und flexibel in den Pflegeeinrichtungen eingesetzt werden, um Bewohnerinnen und Mitarbeitende schnellstmöglich impfen zu können", so Szabo. Es gebe einzelne Fälle, in denen Bewohner oder ihre Angehörigen eine Impfung ablehnen – dieses Phänomen sei nicht neu, aber bedauerlich. "Mitarbeitende in Pflegeheimen werden von einigen Ärzten gleich mitgeimpft. Ansonsten müssen sie sich selbst um Booster-Termine bei ihrem Hausarzt oder bei den lokalen Impfstellen bemühen", so der Awo-Sprecher. Das gelte auch für das Kita-Personal.