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Carolabrücke erst Mitte 2021 wieder frei

Derzeit sind die Bauleute noch mit Abbrucharbeiten auf Dresdens Carolabrücke beschäftigt. Was die nächsten Schritte sind.

Neben dem fertiggestellten Fußweg auf der Carolabrücke wird derzeit noch die Stahlbetonkappe am linken Fahrbahnrand abgebrochen.
Neben dem fertiggestellten Fußweg auf der Carolabrücke wird derzeit noch die Stahlbetonkappe am linken Fahrbahnrand abgebrochen. © Marion Doering

Dresden. Die Sanierung des elbaufwärts liegenden Zuges der Carolabrücke ist sichtbar vorangekommen. Bereits seit einem Monat können Fußgänger und Radfahrer den neuen Weg am elbaufwärts liegenden Brückenzug nutzen. Dessen Sanierung hatte im November 2019 begonnen. Mit seinen 4,25 Metern ist der neue Geh- und Radweg deutlich breiter als zuvor. Möglich wurde das, da erstmals beim Großbrückenbau leichterer Carbon- beziehungsweise Basaltbeton eingesetzt wurde. Vom neuen Geh- und Radweg aus sehen die Passanten, was jetzt auf dem benachbarten Straßenteil geschieht.

Bereits bis Mitte November hatten die Bauleute der Firma Hentschke Bau den Asphalt der Piste abgefräst, der seit Baubeginn als Behelfsfußweg genutzt wurde. Seitdem wird die elbabwärts liegende Begrenzung dieses Brückenteils, die sogenannte Stahlbetonkappe, abgebrochen, teilt das Straßenbauamt mit. Über die Hälfte davon haben die Abbruchhämmer schon beseitigt. Ist diese Kappe als linke Fahrbahnbegrenzung erneuert, kann die Vorbereitung für den Straßenbau beginnen.

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Der neue Gehweg konnte verbreitert werden, da hier neuartiger Basalt- und Carbonbeton eingebaut wurde.
Der neue Gehweg konnte verbreitert werden, da hier neuartiger Basalt- und Carbonbeton eingebaut wurde. © Marion Doering

„Dann muss die Oberfläche der freigelegte Brückenplatte gründlich vorbereitet werden, um als Untergrund für die neue Abdichtung zu dienen“, erklärt das Straßenbauamt. Zwei neue Asphaltschichten werden im Frühjahr auf die Fahrbahn aufgebracht. Danach können Geländer und Straßenleuchten aufgestellt werden. Bis Juni kann dieser Brückenzug dann wieder für den Verkehr freigegeben werden. „Die Fertigstellung ist aber stark abhängig von den Witterungsverhältnissen im
kommenden Winter“, erläutert das Straßenbauamt.

Im Zuge der Sanierung waren neben dem Fußweg auch neue Geländer angebracht worden, die den vorschriftsmäßigen Abstand zwischen den Geländersprossen von maximal zwölf Zentimetern haben. An den alten Geländern der Carolabrücke sind es 14,5 Zentimeter. Dort gilt jedoch noch Bestandsschutz. Bei der Sanierung bekommt die Carolabrücke schrittweise das Geländer mit der Höhe von 1,3 Metern und den vorgeschriebenen Stababständen.

Die neuen Brückengeländer haben mit zwölf Zentimetern engere Abstände zwischen den Geländersprossen als die alten.
Die neuen Brückengeländer haben mit zwölf Zentimetern engere Abstände zwischen den Geländersprossen als die alten. © Marion Doering

Vor sechs Jahren hatte es eine heftige Debatte darüber gegeben. Damals überquerte eine Mutter mit einem Kinderwagen und zudem mit ihrer zweijährigen Tochter an der Hand die Brücke. Plötzlich war das Kleinkind zum Geländer gesprungen und hatte den Kopf und den halben Körper hindurch gesteckt. Doch die erschrockene Mutter konnte die Kleine zurückziehen.

Die Sanierung der Carolabrücke ist dringend nötig. Schließlich gibt es an der 1971 fertiggestellten Spannbetonbrücke erhebliche Schäden. Geplant ist, 2022 den mittleren Brückenzug zu sanieren. Die Stadt hofft dafür auf Fördermittel. Da die 2019 vom Freistaat nicht bestätigt wurden, muss die Stadt die jetzige, 5,5 Millionen Euro teure Sanierung komplett selbst bezahlen. Noch unklar ist, wann der dritte, elbabwärts liegende Teil der Carolabrücke mit der Straßenbahntrasse saniert wird.

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