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Dresden

Corona: Das gilt jetzt bei den DVB

Die Dresdner Verkehrsbetriebe hatten in der Corona-Zeit einige Schutzmaßnahmen eingeführt. Jetzt werden sie gelockert.

Die niedrigen Inzidenzwerte in Dresden und die ohnehin geringe Infektionsgefahr in den Bussen und Bahnen erlauben nun eine Rückkehr zur Normalität
Die niedrigen Inzidenzwerte in Dresden und die ohnehin geringe Infektionsgefahr in den Bussen und Bahnen erlauben nun eine Rückkehr zur Normalität © Christian Juppe

Dresden. Seit der Pandemie hatte sich so einiges in Dresdens Bussen und Bahnen geändert: Man durfte keine Tickets mehr beim Fahrer kaufen, sich nicht mehr in die erste Reihe setzen und man musste im Winter so manches Mal ganz schön frieren, wenn alle Türen an jeder Haltestelle automatisch geöffnet wurden. Einige Schutzmaßnahmen wollen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) nun angesichts der niedrigen Inzidenz zurücknehmen.

Busse und Straßenbahnen halten nur auf Knopfdruck

Die DVB haben am Freitag angekündigt, dass nun wieder der Halteknopf gedrückt werden muss. Bahnen und Busse stoppen nun nicht mehr an jeder Station. Wer also aussteigen will, sollte rechtzeitig die Halte-Taste bedienen.

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"Die Rückkehr zum Betätigen der Haltewunsch-Taste sichert ein schnelleres Vorankommen für alle Fahrgäste im Wagen und stabilisiert den Fahrplan", erklärt DVB-Sprecher Falk Lösch. Das ist insbesondere in den Abend- und Nachtstunden wichtig, damit der Anschluss-Bus nicht zu lange warten muss oder man die nächste Bahn nicht verpasst.

DVB putzt nicht mehr zweimal am Tag

Bereits am Mittwoch hatten die DVB mitgeteilt, ihre Corona-Putzaktion einzustellen. Seit Mai 2020 wurden Busse und Bahnen in Dresden auch tagsüber geputzt, zusätzlich zu den Nachtreinigungen. 95 Prozent aller im Linienverkehr eingesetzten Fahrzeuge wurden so täglich ein zweites Mal gesäubert. Das hat die DVB aber auch viel gekostet – laut Lösch etwa 200.000 bis 300.000 Euro pro Monat. Nun wird nur noch in der Nacht gereinigt.

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An anderen Maßnahmen will die DVB aber weiterhin festhalten. Die Maskenpflicht bleibt bestehen. Auch die ersten Sitzreihen sind noch immer abgesperrt. Anders als im Regionalverkehr verkaufen die Busfahrer der DVB auch keine Fahrscheine mehr. "Rund 80 Prozent aller Fahrgäste sind Stammkunden und haben eine Zeitfahrkarte", so Lösch. Für alle anderen gebe es an vielen Haltestellen und in den meisten Bahnen Ticketautomaten. Bargeldlos kriegt man ein Ticket per Smartphone über die Apps "DVBmobil" oder "Fairtiq".

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