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Großputz in Dresdner Freibädern

Ab Montag dürfen sie öffnen, doch so schnell sind die Anlagen nicht startklar. Wie die Freibäder vorbereitet werden und welche Regeln gelten.

Henrik Heyde arbeitet seit 2014 im Georg-Arnhold-Bad und kennt die Anlage sehr gut. Ein Vorteil, denn jetzt müssen die Becken zügig auf den Start der Freibad-Saison vorbereitet werden.
Henrik Heyde arbeitet seit 2014 im Georg-Arnhold-Bad und kennt die Anlage sehr gut. Ein Vorteil, denn jetzt müssen die Becken zügig auf den Start der Freibad-Saison vorbereitet werden. © René Meinig

Dresden. Ab Montag können Freibäder in Sachsen wieder öffnen. Nun steht auch fest, ab wann in Dresden wieder gebadet werden kann. Aber ganz so schnell ist ein Freibad mit viel Technik und großen Flächen nicht wieder für die Badegäste hergerichtet. Im Georg-Arnhold-Bad sind derzeit jede Menge Mitarbeiter damit beschäftigt, die Außenbereiche auf den Besucheransturm vorzubereiten: Unkraut zupfen, Wege fegen, Mülleimer aufstellen, Sonnenliegen reinigen. Und ganz wichtig: Das Badewasser muss die richtige Temperatur und die passende Chlorgaszufuhr haben.

Henrik Heyde arbeitet seit 2014 im "Arnhi", wie das Bad im Stadtzentrum im Volksmund heißt. Zunächst als Azubi, nach der Lehre als Facharbeiter für Bäderbetriebe. Am Freitagmittag nimmt der 23-Jährige eine Wasserprobe aus dem Erlebnisbecken und nickt zufrieden. Angesichts der kurzen Zeit, die für die Vorbereitung bleibt, läuft alles bestens. Am Freitag kommender Woche startet das Georg-Arnhold-Bad in die Saison, ebenso wie das Naturbad Mockritz, das Waldbad Langebrück sowie das Strandbad Wostra (FKK).

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In den "konventionellen" Freibädern Cotta und Wostra sowie im Luftbad Dölzschen müssen externe Firmen die Chlorungsanlagen technisch in Betrieb nehmen, erklärt Bäder-Sprecher Lars Kühl. Deshalb öffnen diese bis spätestens 23. Juni.

Alle Hände voll zu tun: Im "Arnhi" müssen die Sonnenliegen gereinigt und das Unkraut gezupft werden. Am Freitag in der kommenden Woche sollen sich hier die Badegäste tummeln.
Alle Hände voll zu tun: Im "Arnhi" müssen die Sonnenliegen gereinigt und das Unkraut gezupft werden. Am Freitag in der kommenden Woche sollen sich hier die Badegäste tummeln. © René Meinig

Von den schnell sinkenden Infektionszahlen und der damit stabilen Wocheninzidenz unter 50 war selbst die Bäder GmbH überrascht, so Kühl. Erst am 1. Juni seien die Mitarbeiter aus der Kurzarbeit geholt worden. Weil die Schwimmhallen bis auf das Schulschwimmen noch nicht wieder in Betrieb sind, stehen nun viele helfende Hände für die Vorbereitung der Freibad-Saison zur Verfügung. In normalen Zeiten beginnen diese Arbeiten mitunter schon im zeitigen Frühjahr.

Henrik Heyde ist schon länger wieder vor Ort, um die Wasserbecken vorzubereiten. "Vor zwei Wochen haben wir das Wasser abgelassen", erzählt er. Das bleibt den Winter über in den Edelstahlbecken, damit diese sich bei Frost nicht verformen. Das alte Wasser wird gleich zum Vorreinigen der Becken genutzt, mit dem absinkenden Pegel werden die Wände geschrubbt. Bis zu drei Tagen kann es dauern, bis das Schmutzwasser abgelaufen ist, je nach Beckengröße. Ist das Becken leer, kommt Chemie zum Einsatz, mit speziellen Reinigern wird der Edelstahl auf Vordermann gebracht.

Dann werden die Becken gefüllt - auch das nimmt noch einmal zwei bis drei Tage in Anspruch. Weil diese aufwendigen Arbeiten in den Badestellen Weißig und Weixdorf nicht nötig sind, gehen diese bereits am Montag an den Start.

Tickets am besten online reservieren

Wie schon im vergangenen Jahr setzt die Bäder GmbH auch in der Saison 2021 auf das neu eingeführte Online-Buchungssystem. Dafür müssen nun in allen Bädern die Kassenplätze eingerichtet und die Mitarbeiter geschult werden. Auch, was die Corona-Regeln betrifft. Denn zum Start am kommenden Freitag müssen Badegäste zunächst noch einen Negativtest vorweisen. Oder die Besucher belegen, dass sie genesen oder geimpft sind. "Das wird alles beim Eintritt kontrolliert", sagt Lars Kühl.

Für ganz Mutige gebe es zwar ein kleines Kontingent an Eintrittskarten direkt an der Kasse, das sei aber nicht empfehlenswert, weil diese Karten schnell weg sind. An den Preisen hat sich nichts geändert, so der Bäder-Sprecher. Aber: Anders als in der vergangenen Freibad-Saison bietet das Unternehmen wieder ermäßigten Eintritt an. Und auch Kinder unter einem Meter Körpergröße dürfen wieder kostenlos ins Bad. Dafür musste das Kassensystem umgestellt werden.

Längere Öffnungszeiten im Arnhi

Wenn die Inzidenz weiterhin niedrig bleibt, könnte die Testpflicht schon bald wegfallen. Was bleibt, ist die Maskenpflicht. Die Mund-Nasen-Bedeckung muss im Eingangsbereich, in den Umkleidekabinen, auf den Toiletten und vor den Duschen getragen werden. Also überall dort, wo sich viele Menschen begegnen könnten. Das betrifft auch den Imbissbereich - an den Tischen kann die Maske aber abgenommen werden.

Lars Kühl kündigt außerdem an, dass das Georg-Arnhold-Bad bis 21 Uhr offen haben wird, die späte Badezeit war zuletzt besonders nachgefragt. In den anderen Bädern gilt: An Wochentagen ist von 10 bis 19 Uhr geöffnet, an den Wochenenden von 9 bis 19 Uhr.

Das Stauseebad Cossebaude, bei dem lange unklar war, ob es in dieser Saison überhaupt dabei ist und für das erst am vergangenen Freitag die Erneuerung des Pachtvertrages mit Vattenfall unterzeichnet wurde, geht am 24. Juni an den Start.

Da die Ticketkontingente für jedes Bad begrenzt werden, empfiehlt sich eine Bestellung von Onlinetickets über den Webshop unter webshop.dresdner-baeder.de.

Wann die Hallenbäder in Dresden wieder für alle geöffnet werden, ist derzeit noch nicht absehbar.

Alle Informationen zu den Frei- und Hallenbädern unter www.dresdner-baeder.de. (SZ)

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