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Dresden

Nass von unten und oben: Elbeschwimmen im strömenden Regen

Mehr als 800 Menschen sind am Sonntag in Dresden durch die Elbe geschwommen - in so manchem schrillen Outfit.

Ab in die Elbe: Hunderte Badelustige sind am Sonntagvormittag am Blauen Wunder zum Elbeschwimmen ins Wasser gestiegen.
Ab in die Elbe: Hunderte Badelustige sind am Sonntagvormittag am Blauen Wunder zum Elbeschwimmen ins Wasser gestiegen. © Christian Juppe

Dresden. Dass es nass werden würde, wussten die Elbeschwimmer. Doch so nass? Als sie am Sonntagvormittag am Blauen Wunder in den Fluss steigen, hat der Himmel gerade seine Schleusen geöffnet. An der Luft dürfte es sogar kühler sein als im Wasser. Doch wer die Elbeschwimmer kennt, der weiß, dass das Wetter Nebensache ist. Wichtiger ist in diesem Jahr, dass das Schwimmen überhaupt stattfinden darf. Im ersten Pandemiejahr war das nicht möglich. Doch so ganz ohne Corona-Regeln geht es auch diesmal nicht.

Zuerst im Ziel: Martin Liegert (26) schaffte die dreieinhalb Kilometer lange Strecke vom Blauen Wunder bis zum Johannstädter Fährgarten am schnellsten.
Zuerst im Ziel: Martin Liegert (26) schaffte die dreieinhalb Kilometer lange Strecke vom Blauen Wunder bis zum Johannstädter Fährgarten am schnellsten. © Christian Juppe
Gegen 10 Uhr waren die Teilnehmer ins Wasser gestiegen.
Gegen 10 Uhr waren die Teilnehmer ins Wasser gestiegen. © Christian Juppe
Dabei sein ist alles - schließlich musste das Elbeschwimmen letztes Jahr ausfallen.
Dabei sein ist alles - schließlich musste das Elbeschwimmen letztes Jahr ausfallen. © Christian Juppe
Viele von ihnen wollten nicht nur schwimmen. Wie in jedem Jahr gehören originelle Kostüme zum Elbeschwimmen dazu.
Viele von ihnen wollten nicht nur schwimmen. Wie in jedem Jahr gehören originelle Kostüme zum Elbeschwimmen dazu. © Christian Juppe
Retro-Badeanzüge zum Beispiel.
Retro-Badeanzüge zum Beispiel. © Christian Juppe
Sie stehen Herren und Damen gleichermaßen.
Sie stehen Herren und Damen gleichermaßen. © Christian Juppe
Auch Bade-Schwäne mussten mit ins Wasser.
Auch Bade-Schwäne mussten mit ins Wasser. © Christian Juppe
Abhängen im Wasser: Nach 350 Metern getaner Arbeit ist auch das erlaubt.
Abhängen im Wasser: Nach 350 Metern getaner Arbeit ist auch das erlaubt. © Christian Juppe
Für die Linke-Bundestagsabgeordnete Katja Kipping ist das Elbeschwimmen inzwischen zur Tradition geworden.
Für die Linke-Bundestagsabgeordnete Katja Kipping ist das Elbeschwimmen inzwischen zur Tradition geworden. © Christian Juppe
Im Ziel, im Johannstädter Fährgarten, wartete der Wirt mit Bratwürsten auf die Teilnehmer.
Im Ziel, im Johannstädter Fährgarten, wartete der Wirt mit Bratwürsten auf die Teilnehmer. © Christian Juppe

Zuletzt waren es fast 1.800 Menschen, die beim Elbeschwimmen mitmachten. 2019 war das, die Rekordzahl hatte sich bereits in den vorangegangenen Jahren mit stetig steigendem Zuspruch an das Badevergnügen in dem Fluss angedeutet. Geknackt werden darf der Rekord diesmal nicht. "Das liegt an Corona, ab 1.000 Teilnehmern wäre es eine Großveranstaltung", erklärt Daniel Baumann, der Vorsitzende des Elbeschwimmen-Vereins. 900 dürften offiziell dabei sein. Rund 800 hatten sich Baumann zufolge bis zum Freitagmittag in die Liste eingetragen.

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Mehr als 800 Teilnehmer schwammen am Sonntag durch die Elbe.
Mehr als 800 Teilnehmer schwammen am Sonntag durch die Elbe. © Christian Juppe

Rund dreieinhalb Kilometer müssen die Schwimmer am Sonntagvormittag zurücklegen - trotz so manchem schrillen wie sperrigen Badekostüm. Wathosen und Retro-Ringel-Badeanzüge gehören dazu, manch ein Herr ist im String unterwegs. Das Ziel ist wieder der Fährgarten, wo Chef Jens Bauermeister mit einer kostenlosen Bratwurst und einem Gratis-Bier auf alle Schwimmer wartet.

1989 fand nach Angaben der Verantwortlichen das erste Elbeschwimmen statt, 70 Menschen wagten sich damals in die Fluten. Die 1.000er-Marke wurde zum ersten Mal 2014 überschritten. (SZ/csp/sr)

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Weitere Infos zum Elbeschwimmen gibt es auf der Internetseite des Veranstalter-Vereins unter www.elbeschwimmen-dresden.de

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