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Countdown zum letzten Dresdner Skiweltcup

Die Vorbereitungen laufen - bald werden Tonnen von Kunstschnee an das Dresdner Elbufer gekippt. Wer den Wettkampf beobachten will, muss zu Hause bleiben.

Von Sandro Rahrisch
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Aus Grau soll bald Weiß werden: Am Elbufer laufen die Vorbereitungen für den vorerst letzten Skiweltcup in Dresden.
Aus Grau soll bald Weiß werden: Am Elbufer laufen die Vorbereitungen für den vorerst letzten Skiweltcup in Dresden. © Christian Juppe

Dresden. In wenigen Tagen startet die fünfte und vorerst letzte Auflage des Skiweltcups am Dresdner Elbufer. An diesem Samstag und Sonntag, 18. und 19. Dezember, werden sich die Wintersportler abermals vor barocker Kulisse im Langlauf messen. Für echten Schnee reicht es auch zum Abschied nicht.

Ab Mittwochabend soll die Piste am Königsufer deshalb mit Kunstschnee präpariert werden, heißt es von den Veranstaltern. Bei Nieselregen und plus sieben Grad ist das Wettkampfgelände am Montag bereits eingezäunt worden. Deshalb kann auch der Elberadweg in diesem Bereich bis kurz vor Weihnachten nicht genutzt werden, teilt die Stadtverwaltung mit.

Profi-Skisport an der Elbe auf einer eigens dafür eingerichten Strecke - vier Jahre war das Realität.
Profi-Skisport an der Elbe auf einer eigens dafür eingerichten Strecke - vier Jahre war das Realität. © Christian Juppe

Wie schon im Januar müssen Wintersport-Fans mit Fernsehbildern des Events Vorlieb nehmen. Denn aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Regeln sind volle Zuschauerränge derzeit untersagt. Der Weltcup muss ohne Zuschauer vor Ort stattfinden. "Diese Entscheidung ist sehr schade, aber wir akzeptieren die Festlegungen", so Sprecherin Daniela Möckel. Man rechne aber vor den Fernsehern auf dieser Welt mit rund 50 Millionen Zuschauern.

Schulsport-Ski soll planmäßig stattfinden

Personen, die bereits Tickets für den Skiweltcup gekauft haben, können den Ticketpreis in das sogenannte Unterstützer-Ticket umwandeln lassen. Der Erlös daraus kommt dem Skisport-Nachwuchs zugute, unter anderem den Skivereinen in Niedersedlitz, Klotzsche und Altenberg. Auch eine vollumfängliche Erstattung sei möglich. Die Ticketkäufer würden direkt kontaktiert.

Ganz abgesagt müsse das Event aber nicht werden, da es sich um Profisport handelt. Die Sportler würden ständig getestet. Und die Mitarbeiter vor und hinter den Kulissen müssten geimpft oder genesen sein. Darüber hinaus gilt für sie eine Testpflicht.

Das Projekt "Schulsport auf Ski", bei dem Grundschüler der Klassen 1 bis 3 zwischen dem 20. und 22. Dezember und zwischen dem 3. und 7. Januar unter Anleitung von Olympiamedaillen-Gewinner Tobias Angerer das Skifahren im Schulunterricht auf der original Weltcup-Strecke lernen, soll wie geplant stattfinden.