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Das erwartet die Gäste des Dresdner Riesenrads

Ab Freitag dreht sich in der Dresdner Innenstadt wieder das "Wheel of Vision". Neben dem einmaligen Ausblick taugt der Ort auch für Frühstück und Heiratsanträge.

Das Riesenrad "Wheel of Vision" dreht sich ab Freitag wieder auf dem Postplatz.
Das Riesenrad "Wheel of Vision" dreht sich ab Freitag wieder auf dem Postplatz. © Sven Ellger

Dresden. Auch von Weitem unübersehbar, fügt es sich in die Altstadtkulisse ein: Das 55 Meter hohe Riesenrad "Wheel of Vision" ist zurück auf dem Dresdner Postplatz.

Zehn Tage lang bauten 14 Mitarbeiter des Düsseldorfer Betreibers Oscar Bruch den 350 Tonnen schweren Koloss auf. Am Mittwoch folgten Bauannahme und TÜV. Nun kann es losgehen. Ab Freitag, 11Uhr, soll sich das Riesenrad, eines des größten mobilen weltweit, für die Besucher drehen.

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Obwohl Oscar Bruch Schausteller in sechster Generation ist und seit Jahren in ganz Europa unterwegs, freut er sich diesmal besonders über sein Gastspiel. Zwei seiner drei Riesenräder sind nach der schier unendlich langen Corona-Pause noch immer in Hallen eingelagert. "Wir erleben noch immer schwere Zeiten, aber jetzt wollen wir wieder nach vorn schauen."

Der Dresdner Eventmanager Frank Schröder (l.) und Riesenrad-Betreiber Oscar Bruch freuen sich auf den Neustart.
Der Dresdner Eventmanager Frank Schröder (l.) und Riesenrad-Betreiber Oscar Bruch freuen sich auf den Neustart. © Sven Ellger

Oder besser nach oben. Seinen Platz hat das "Wheel of Vision" an genau der Stelle gefunden, an dem es vor zwei Jahren zum Dresdner Stadtfest seine ersten Runden drehte. Nur im Jahr 2020 musste der Standort wegen Bauarbeiten auf dem Postplatz einige Meter gen Süden verlegt werden.

Nun passt das Riesenrad genau zwischen Wasserspiel und Beete, nachdem die Stadt Dresden die Planungen eigens zu diesem Zweck noch einmal angepasst hatte.

Mit einem handelsüblichen Riesenrad vom Rummel ist dieses Gefährt kaum zu vergleichen. Selbst mit Hang zur Höhenangst fühlt man sich hier in der Gondel in über 50 Meter Höhe sicher.

Von oben sieht man nicht nur die vielen blauen Rohre, die sich durch die Stadt schlängeln, sondern auch zahlreiche Baustellen, zum Beispiel im nahen Dresdner Zwinger.

SZ-Redakteur Henry Berndt testete das Riesenrad am Donnerstag.
SZ-Redakteur Henry Berndt testete das Riesenrad am Donnerstag. © Sven Ellger

Bei klarem Wetter wie am Donnerstag kann man vom höchsten Punkt aus bis in die Sächsische Schweiz und in der anderen Richtung bis nach Meißen schauen. Ein solcher Rund-um-Blick über das Elbtal ist einmalig.

Deutlich wird von oben auch: Trotz niedriger Inzidenz ist die Stadt noch lange nicht wieder so voll wie vor Beginn der Corona-Krise.

Erlebt werden kann der Blick ab sofort bis zum 3. Oktober täglich von 11 bis 21 Uhr. Eine zwölfminütige Fahrt in einer der 42 geschlossenen und klimatisierten Gondeln kostet Erwachsene acht Euro. Kinder bis 1,40 Meter zahlen sechs Euro. Der Nachwuchs unter drei Jahren fährt kostenlos mit.

Im Schnitt werden bis zu 1.000 Fahrgäste pro Tag erwartet, wobei die Corona-Auflagen sogar einen positiven Effekt für die Gäste haben: Pro Gondel dürfen in diesem Jahr nur Menschen aus einem Haushalt sitzen. Das war sonst nur bei Reservierung der VIP-Gondel möglich, die für 69 Euro zwei Stunden Privatsphäre mit abgedunkelten Scheiben bietet.

42 geschlossene und klimatisierte Gondeln stehen den Gästen zur Verfügung.
42 geschlossene und klimatisierte Gondeln stehen den Gästen zur Verfügung. © Sven Ellger

Wer noch mehr Erlebnis möchte, der kann sich auch ein bis zu einstündiges Frühstück in der Gondel buchen, das erneut in Kooperation mit dem Hilton-Hotel angeboten wird und für 139 Euro über die Erlebnisfabrik reserviert werden kann.

Wie geschaffen für einen Heiratsantrag der besonderen Art, von denen es in den vergangenen Jahren schon zahlreiche in luftiger Höhe gab, wie Bruch bestätigt. Gezählt hat die allerdings bislang niemand.

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