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Dresden

Demo für Palästina in Dresden

Rund 400 Menschen haben auf der Prager Straße für ein freies Palästina protestiert. Dann kam es zu einer kurzen Eskalation mit einer Pro-Israel-Demo.

Rund 200 Menschen demonstrierten am Freitagnachmittag in Dresden, um auf den Konflikt im Nahen Osten aufmerksam zu machen.
Rund 200 Menschen demonstrierten am Freitagnachmittag in Dresden, um auf den Konflikt im Nahen Osten aufmerksam zu machen. © Christian Essler

Dresden. Am Freitag haben nach Angaben der Polizei rund 400 Menschen auf der Prager Straße in Dresden zur Lage im Nahen Osten demonstriert. Angemeldet wurde die Demonstration von einer Privatperson unter dem Titel "Gegen die Besetzung von palästinensischem Wohnraum in Sheika Al Jarrah durch Israel. Free Palestine."

© Christian Essler

Seit Mitte April spitzt sich die Lage zwischen Israel und Pa­läs­ti­na wieder zu. Nach Konflikten um Zwangsräumungen von Pa­läs­ti­nen­se­rn in Jerusalem feuerte die islamistische Terrororganisation Hamas Raketen auf israelische Städte – das israelische Militär antwortete mit Luftangriffen auf den Gazastreifen.

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Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Bei einer spontanen Gegenprotestveranstaltung wurden laut Polizei etwa 25 Menschen gezählt. Als Gegendemonstranten mehrere israelische Fahnen zeigten und eine Flasche aus der genehmigten Demonstration heraus in Richtung der Gegendemonstranten geworfen wurde, trennte die Polizei die Lager. Dabei machte sich auch der Einsatz von Pfefferspray notwendig.

Die Beamten erteilten 25 Platzverweise an Gegendemonstranten, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Zudem wurden neun Identitäten festgestellt. Der mutmaßliche Werfer der Flasche wurde ermittelt. Der 22-Jährige aus Syrien muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

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Die Polizei und auch die Versammlungsleiterin forderten die Teilnehmer, teils mit Hilfe einer Dolmetscherin mehrfach auf, Mindestabstände einzuhalten und Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Daraufhin setzte ein großer Teil der Versammlungsteilnehmer die Auflagen der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung um. (SZ)

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