merken
PLUS Dresden

Dresden: Anklage wegen schwerer Körperverletzung

Der Beschuldigte soll seine Ex-Freundin verletzt und einem Mann ins Gesicht gestochen haben. Die neueste in einer Reihe von Klagen gegen den 25-Jährigen.

Ein 25-Jähriger muss sich unter anderem wegen schwerer Körperverletzung vor dem Dresdner Amtsgericht verteidigen.
Ein 25-Jähriger muss sich unter anderem wegen schwerer Körperverletzung vor dem Dresdner Amtsgericht verteidigen. © Marion Doering

Dresden. Die Dresdner Staatsanwaltschaft hat gegen einen 25-jährigen Tunesier Anklage erhoben. Der Mann wird sich vor dem Amtsgericht (Schöffengericht) unter anderem wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung und der vorsätzlichen Körperverletzung verantworten müssen.

Ihm wird konkret vorgeworfen, am 14. November 2020 gegen 0.30 Uhr seine ehemalige 20-jährige Lebensgefährtin in deren Wohnung in der Beilstraße in Dresden verletzt und einen 24-jährigen Mann mit einem Klappmesser ins Gesicht gestochen und schwer verletzt zu haben.

Anzeige
Geld für Vereine, Projekte, mehr Zuversicht!
Geld für Vereine, Projekte, mehr Zuversicht!

Mit einem Crowdfundingprojekt unterstützt die Volksbank Dresden-Bautzen eG gemeinnützige Projekte.

Am 10. Februar wurde der Angeklagte in seiner Wohnung in der Budapester Straße festgenommen, dabei wollte er über den Balkon fliehen und verletzte sich, weshalb er im Krankenhaus behandelt werden musste. Inzwischen sei der Mann haftfähig und befinde sich weiter in Untersuchungshaft.

Das Amtsgericht Dresden entscheidet nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage und bestimmt den Termin zur Hauptverhandlung.

Mit über 100 km/h vor Verkehrskontrolle geflohen

Gegen den 25-Jährigen liegen fünf weitere Klagen vor, unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis in drei Fällen, Hehlerei und verbotenen Kraftfahrzeugrennens. So soll er am 7. Juli 2020 gegen 11 Uhr im Dresdner Stadtgebiet von der Schlüterstraße bis zur Glashütter Straße mit einer Geschwindigkeit von teilweise mindestens 100 Stundenkilometern gefahren zu sein, um einer Verkehrskontrolle zu entkommen. Dabei soll der Beschuldigte zum Teil auch auf der Gegenfahrbahn und auf dem Fußweg gefahren sein. Das Auto des Beschuldigten im Wert von rund 3.000 Euro wurde als Tatmittel beschlagnahmt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft sollen alle beim Amtsgericht Dresden gegen den Beschuldigten geführten Verfahren zusammen verhandelt werden. Außerdem hat die Staatsanwaltschaft den Erlass eines erweiterten Haftbefehls gegen den Beschuldigten beantragt. (SZ/dob)

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dresden