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Dresden: Briesnitzer Kirche wird saniert

Eine der ältesten Kirchen Dresdens und des oberen Elbtals bekommt 400.000 Euro vom Bund. Damit ist ihre Sanierung sichergestellt.

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Der Innenraum der Briesnitzer Kirche.
Der Innenraum der Briesnitzer Kirche. © Archiv: Christian Juppe

Dresden. Der Haushaltsausschuss des Bundes hat finanzielle Mittel in Höhe von 400.000 Euro für die Sanierung der Briesnitzer Kirche im Bundeshaushalt 2021 freigegeben. Das teilte am Donnerstag der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Arnold Vaatz (CDU) mit. Damit ist die Sanierung der Briesnitzer Kirche sichergestellt.

Bei dem Gotteshaus handelt es sich um eine der frühchristlichen Kirchen Sachsens. Sie spielte ab dem 11. Jahrhundert eine bedeutende Rolle bei der Christianisierung des oberelbischen Raumes. Nach der Sprengung und dem Abriss der Sophienkirche ist sie eines der verbleibenden Bauwerke im Stadtgebiet Dresdens, die noch gotische Bestandteile aufweisen.

Immer wieder wurde die Kirche im Laufe der Jahrhunderte wiederaufgebaut oder umgebaut. Beim Umbau im neogotischen Stil um 1880 wurde der Kirchenraum als beeindruckendes neogotisches Gesamtkunstwerk ausgemalt und gestaltet, jedoch zu DDR-Zeiten monochrom in einem Weißton übertüncht.

Verbleibende Kosten übernimmt die Landeskirche

2011 wurde das Chorgewölbe saniert und der Altarraum ausgemalt. Im Inneren der Kirche besteht dringender Sanierungsbedarf, der auch grundlegende Arbeiten zur statischen Stabilisierung umfasst. Hierzu müssen Mittel im Gesamtumfang von mehr als einer Million Euro aufgebracht werden.

Der Freistaat Sachsen hat hierzu einen Betrag von 341.000 Euro zugesagt. Mit der Aufnahme des Projektes in das Denkmalschutzprogramm des Bundes und der Bereitstellung einer Summe von 400.000 Euro ist die Zukunft der historischen Kirche im Stadtteil Briesnitz gesichert. Die noch verbleibenden Kosten wird die sächsische Landeskirche tragen.

"Ich bin meinen Kolleginnen und Kollegen im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags sehr dankbar, dass sie sich für dieses wichtige Projekt offen gezeigt haben, was gerade in einem Jahr von bisher nicht dagewesenen Zusatzbelastungen des Bundeshaushaltes absolut keine Selbstverständlichkeit war", so Vaatz. Die Sanierung könne nun in absehbarer Zeit beginnen. "Ich wünsche der Gemeinde und den beteiligten Firmen einen störungs- und unfallfreien Verlauf." (SZ)

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