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DDR-Geschichte im Klassenzimmer

Die Autorin Peggy Mädler bringt Schülern Erinnerungen der letzten Ost-Generation näher. Wie das über Geschichten der Menschen von damals gelingt.

Von Nadja Laske
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Die Zeugen der DDR sind heute Eltern und haben meist selbst Kinder.
Die Zeugen der DDR sind heute Eltern und haben meist selbst Kinder. © Archiv: Sächsische Zeitung/Waltraut Förster

Dresden. Sie haben weißes Haar und Linien im Gesicht. Sie sind 90 Jahre alt und älter. Sie erzählen vom Krieg, vom KZ, vom 13. Februar in Dresden. So kennen junge Leute in der Regel Zeitzeugen.

Doch diese, die an jenem Morgen zu ihnen ins Klassenzimmer kommen, sind anders. Die Zeugen der DDR haben das Alter ihrer Eltern und Geschwister.

Geboren in den Jahren zwischen 1975 und 1985, waren sie kleine Kinder oder Teenager, als die Mauer fiel. "Ich habe eigentlich keine Erinnerung mehr an den Tag, als die Grenze geöffnet wurde", sagt Peggy Mädler zu den Mädchen und Jungen im Klassenraum. Trotzdem ist die DDR ihr Thema.

Die Autorin des Buches "Legende vom Glück des Menschen" ist viele Kilometer weit weg von der Montessorischule Huckepack in Dresden. Und doch verbringt sie mit den Schülern der 12. Klasse Zeit, um mit ihnen über ihre DDR-Vergangenheit und über das zu sprechen, was sie am Leben in diesem abgeschafften Land beschäftigt.

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