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Drogendealer in Dresden angeklagt

Für die Abwicklung seiner Drogengeschäfte nutzte der Mann sein eigenes Lokal in der Dresdner Neustadt. Verschlüsselte Handys wurden ihm schließlich zum Verhängnis.

Vor allem mit Marihuana dealte ein 41-jähriger Deutscher, der dazu sein Lokal in der Dresdner Neustadt nutzte.
Vor allem mit Marihuana dealte ein 41-jähriger Deutscher, der dazu sein Lokal in der Dresdner Neustadt nutzte. © Symbolbild: Allyse Pulliam/ZUMA Wire/dpa

Dresden. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 41-jährigen Deutschen Anklage zur Großen Strafkammer des Dresdner Landgerichts erhoben. Das teilte sie am Freitag mit. Der Mann soll in 23 Fällen "in nicht geringer Menge" mit Drogen gehandelt haben.

Konkret soll der Beschuldigte zwischen Januar 2019 und März 2020 monatlich in mindestens 15 Fällen jeweils drei Kilogramm Marihuana angekauft haben, um die Droge dann gewinnbringend weiterzuverkaufen. Außerdem soll er von bislang unbekannten Personen am 16. April 2020 in Berlin 3,5 Kilogramm Marihuana für rund 15.000 Euro, am 14. April 2020 in Berlin 12 Kilo Marihuana für 54.600 Euro, am 29. Mai 2020 in Dresden zehn Kilo Marihuana für 35.000 Euro und am 15. Januar 2021 in Berlin fünf Kilo Cannabis- und Amphetamin-Produkte für 24.200 Euro sowie ein Kilo Marihuana für 4.200 Euro gekauft haben. Immer mit der Absicht, die Drogen weiterzuverkaufen.

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Zur Abwicklung seiner Drogengeschäfte soll der 41-Jährige ein Ladenlokal in der Dresdner Neustadt genutzt haben, das er selbst betrieben hat.

Entschlüsselte Mobiltelefone überführten Dealer

"Der Beschuldigte kommunizierte über verschlüsselte Mobiltelefone des Anbieters 'EncroChat'", erklärt die Staatsanwaltschaft. Französischen Ermittlungsbehörden sei es gelungen, den Datenbestand dieses Anbieters für einen gewissen Zeitraum zu entschlüsseln. "Die Erkenntnisse wurden der Staatsanwaltschaft Dresden im Wege der internationalen Rechtshilfe zur Verfügung gestellt und haben erhebliche Bedeutung für die Nachweisführung in diesem Verfahren."

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Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hatte der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen, der am 27. Januar dieses Jahres vollzogen werden konnte. Der Mann befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Er sei nicht vorbestraft und habe sich zu den Tatvorwürfen nicht eingelassen. Offenbar wurde er Ende Januar im Zuge einer Großrazzia festgenommen, bei der zahlreiche Gebäude in Dresden und Leipzig durchsucht wurden.

Das Landgericht Dresden entscheidet nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage. Außerdem bestimmt das Gericht den Termin der Hauptverhandlung. (SZ)

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