merken
PLUS Dresden

Dresden: Freibad-Saison in Cossebaude gerettet

Nach langer Ungewissheit steht nun fest, dass das Schwimmen im Stausee auch in diesem Jahr möglich ist. Dank einer Zwischenvereinbarung mit Vattenfall.

Auch in diesem Jahr kann der Stausee in Cossebaude von den Freibadgästen genutzt werden.
Auch in diesem Jahr kann der Stausee in Cossebaude von den Freibadgästen genutzt werden. © Archiv: Christian Juppe

Dresden. Das Stauseebad in Cossebaude startet am 24. Juni in die Freibad-Saison. Das teilt die Stadt an diesem Dienstag mit. Damit dürfte vielen Stammgästen des Freibades ein Stein vom Herzen fallen. Bis zuletzt hatten sie gebangt, ob das Schwimmen im Stausee in diesem Jahr überhaupt möglich sein wird.

Seit vergangenem Jahr war die Stadtverwaltung dazu in Gesprächen mit der Vattenfall Wasserkraft GmbH, die Eigentümerin des Sees und des Pumpspeicherwerks Niederwartha ist. Hintergrund ist, dass Vattenfall bei der Bundesnetzagentur die Stilllegung des Kraftwerks beantragt hat und damit der jetzige Wasserstand im unteren Stausee für dessen Betrieb nicht mehr benötigt wird.

Augusto
Leben und Genuss
Leben und Genuss

Für Genießer genau das Richtige! Leckere Ideen, Lebensart, Tradition und Trends gibt es in der Themenwelt Augusto.

Nun konnten die Dresdner Bäder GmbH und Vattenfall den Badebetrieb für die diesjährige Freibadsaison sichern. Dazu haben sie eine Zwischenvereinbarung zur Haltung des Wasserstandes geschlossen und den Pachtvertrag entsprechend erneuert.

Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) hatte sich zuletzt ebenfalls dafür stark gemacht, dass das Schwimmen im Stauseebad weiterhin möglich bleibt. "Ich freue mich, dass es gelungen ist, die Zwischenvereinbarung zu schließen und damit einen Badbetrieb für die Freibadsaison sicherzustellen." Das sei ein positives Zeichen für die Zukunft des Stauseebades.

Im vergangenen Jahr hatte der Stadtrat Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) beauftragt, mit Vattenfall über die Zukunft des Stausees zu verhandeln. Im Januar dieses Jahres gab es erste gute Neuigkeiten für all jene, die auch künftig ihre Runden im Stauseebecken schwimmen wollen. Stadt und Vattenfall haben eine Eckpunktevereinbarung unterzeichnet. Demnach soll ein Konzept erarbeitet werden, wie das Kraftwerksareal und der See künftig genutzt werden können, wenn die Anlage stillgelegt ist.

Weiterführende Artikel

Tausende Unterschriften für Cossebauder Stausee

Tausende Unterschriften für Cossebauder Stausee

Vattenfall will das Pumpspeicherwerk Cossebaude in Dresden stilllegen, damit sind auch See und Freibad in Gefahr. Wie könnte die Rettung aussehen?

Dresdner kämpfen um Stausee Cossebaude

Dresdner kämpfen um Stausee Cossebaude

Mit einer Petition wollen Badegäste den See im Dresdner Westen retten. Was sie fordern und welche Lösungen es für das Freibad geben könnte.

Die Zukunft des Stauseebads Cossebaude

Die Zukunft des Stauseebads Cossebaude

Das Pumpspeicherwerk wird stillgelegt, der Wasserspiegel gesenkt. Ist dies das Aus für das beliebte Dresdner Freibad?

Der Energieversorger SachsenEnergie wurde mittlerweile damit beauftragt, gemeinsam mit der städtischen Tochtergesellschaft Stesad ein Konzept für die mögliche Nutzung des gesamten Areals zu entwickeln und die Kosten dafür zu ermitteln. Damit soll bis Ende des Jahres die Grundlage gegeben sein, mit der Vattenfall Wasserkraft GmbH in konkrete Übernahmeverhandlungen zu treten.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dresden