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Dresden: Mit Nahkampfwaffe in Zugtoilette

Eine 28-Jährige aus der Sächsischen Schweiz wollte offenbar ihren Partner attackieren. Für die Polizei verlief der Fahndungseinsatz mehr als skurril.

Die Frau (l.) mit dem Kubotan (r.) wird von der Polizei gefesselt und zur Wache getragen.
Die Frau (l.) mit dem Kubotan (r.) wird von der Polizei gefesselt und zur Wache getragen. © Bundespolizei Dresden/SZ-Montage

Dresden. Die Bundespolizei in Dresden hat das Jahr 2021 mit einem Einsatz begonnen, der den Beamten vermutlich noch länger im Gedächtnis bleiben wird.

Zu Neujahr gibt die Polizeidirektion Dresden eine Fahndung nach einer 28-Jährigen aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge heraus. Der Hintergrund: Die Deutsche wolle offenbar im Laufe des Tages nach Leipzig zu ihrem Partner fahren.

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Bundespolizei überwacht Züge nach Leipzig

Mit im Gepäck, so die Info der Polizeidirektion, habe sie einen "spitzen Gegenstand", mit dem sie den Mann, so die Mutmaßung, verletzen wolle. Mehrere Streifen der Bundespolizei werden daraufhin am Hauptbahnhof alarmiert.

Sie überwachen alle Züge, die in Richtung Leipzig fahren. Dann erhalten die Polizisten mehrere Hinweise, wo die Frau stecken könnte. Zeugen haben eine Dame beobachtet, die zur Beschreibung passt und gerade in den abfahrbereiten Regionalexpress RE 50 gestiegen sein soll.

Unvermittelt greift die 28-Jährige an

Schnell wird klar: Die Frau hat sich in einer Zugtoilette eingeschlossen. Mehrmals fordern die Polizisten die 28-Jährige auf, die Tür zu öffnen. Doch die weigert sich vehement.

Als die Beamten selbst Hand anlegen, bietet sich ihnen ein skurriles Bild - und eine gefährliche Situation. Die Gesuchte hat sich einen Kubotan - das ist ein gerippter Metallstift, der in verschiedenen Kampfkünsten eingesetzt wird - mit Paketband an die Hand geklebt.

Damit greift sie ohne Vorwarnung die Polizisten an, schlägt und sticht zu. Die Beamten zücken den Schlagstock, um die Attacken abzuwehren. Es gelingt ihnen schließlich, die Frau auf dem Boden zu fesseln.

Weil sie sich weigert zu laufen, müssen die Beamten die 28-Jährige durch den Bahnhof zur Wache tragen. Dort stellt sich heraus, dass die Frau Drogen genommen hat und psychisch stark labil ist. Sie wird mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Verletzt wird bei dem Einsatz am Ende niemand.

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