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Hunde in Dresden: Immer wieder Beschwerden

Es gibt so viele Vierbeiner wie noch nie in der Stadt. Doch um die Tiere gibt es immer wieder auch Konflikte.

© Symbolbild: Florian Schuh/dpa-tmn

Dresden. Sie gelten als der beste Freund des Menschen und immer mehr Dresdner halten sie als Haustiere: Hunde. Tatsächlich gab es noch nie so viele Hunde in der Stadt wie zur Zeit. Während der Pandemie, als die Freizeitmöglichkeiten eingeschränkt waren, dürften sich noch mehr Dresdner einen flauschigen Freund zugelegt haben.

Wie viele Hunde gibt es aktuell in Dresden?

2020 zählte die Stadt rund 14.500 Hunde in der Stadt. Neuer Rekord. Für 2021 liegen noch keine Zahlen vor, heißt es aus dem Rathaus. Zum Vergleich 2016 und 2017 gab es rund 13.000 in der Stadt. Welche Rassen besonders oft vorkommen oder in welchen Stadtteilen besonders viele Vierbeiner leben, kann das Rathaus nicht sagen.

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Gibt es Beschwerden über freilaufende Hunde?

Immer wieder gibt es Ärger um freilaufen Hunde, von denen sich Jogger oder Eltern kleiner Kinder gestört fühlen, so etwa in der Heide oder im Großen Garten. Seit 2018 gilt der Leinenzwang für Hunde in Dresden auch an Fahrgastunterständen der Dresdner Haltestellen. Bislang galt ein Leinenzwang im Alt- und Neustädter Ortsamt, grob gesagt, zwischen dem Hauptbahnhof im Süden Dresdens und der Stauffenbergallee im Norden der Stadt. Auch im Großen Garten, in der Dresdner Heide und im Striesener Hermann-Seidel-Park dürfen Hunde nicht frei umherlaufen. Das Ordnungsamt betont, es gebe Beschwerden über freilaufe Hunde. Zahlen will man im Amt allerdings nicht nennen.

Was ist mit den Hundehaufen?

Immer gibt es Beschwerden von Anwohnern über Hundekot, der auf Fußwegen, Spielplätzen und in Parks stört. Vor allem in der Neustadt, im Großen Garten und im Hermann-Seidel-Park. Ein weiteres Problem, dass die Hundebesitzer selbst schildern: die älteren Mülltonnen, die nach oben offen sind. Krähen würden dann die Beutel mit dem Kot aus den Tonnen zerren und diese würden überall herum liegen. Zuletzt beobachteten das Hundebesitzer aus Tolkewitz.

Das Ordnungsamt kann keine Zunahme von Bürgerbeschwerden in der letzten Zeit beobachten. Eines stellt das Amt aber klar: "Hundeführende haben abgelegten Tierkot überall unverzüglich zu beseitigen." Es müsse immer ein entsprechendes Behältnis mitgenommen werden und bei Kontrollen auch gezeigt werden.

"Wird abgelegter Kot nicht unverzüglich entfernt, kein geeignetes Behältnis mitgeführt oder dieses auf Verlangen nicht vorgezeigt, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann mit einer Geldbuße bis zu 1.000 Euro geahndet werden." Die Stadt sagt klar, es gibt auch zivile Kontrollen von Hundehaltern in den Parks zu nicht beseitigtem Hundekot.

Hunde müssen laut Polizeiverordnung außerdem von öffentlich zugänglichen Kinderspielplätzen, Sportplätzen oder öffentlichen Brunnen ferngehalten werden. Beschwerden hierzu gehen nur vereinzelt beim Ordnungsamt ein.

Was wünschen sich die Hundehalter?

Dresdner Hundebesitzer wünschen sich seit Jahren mehr Freilaufflächen für ihre Tiere. Jetzt gibt es eine neue Petition. Die Petiten fordern eine Hundefreifläche von minimal 2000 Quadratmetern in der Westerweiterung des Alaunparks. Diese solle lediglich aus einer abgezäunten Rasenfläche bestehen, in dessen Begrenzung zwei Türen integriert sind. "Diese Fläche soll dann immer von allen Mitbürgern genutzt werden können, um ihre Vierbeiner miteinander toben zu lassen", heißt es in der Petition. Es gibt auch eine aktuelle Petition, welche einen Sportpark auf der Fläche fordert. Doch, so schreiben die Verfasser der Hunde-Petition, diese beiden Projekte müssten sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern könnten beide auf dem Gelände ihren Platz finden.

Dresden biete für alle Vierbeiner Natur wie die Heide oder die Elbwiesen. Allerdings, so heißt es in der Petition, seien Hunde an diesen Orten seit jeher nur "geduldet". Was für die meisten Leute funktioniere. Es bedeute allerdings immer ein gewisses Risiko und einen rechtlichen Fallstrick für Hundealter. "Gerade die Dresdner Neustadt ist eine Heimat für unzählige Hunde geworden und trotz allem gibt es selbst in gesamt Dresden keine einzige ausgewiesen Freilauffläche", schreiben die Petitenten. In anderen Städten würden diese einfachen und preiswerten Projekte bereits mehrfach realisiert wie auf dem Tempelhofer Feld in Berlin.

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