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Dresden

Eine autofreie Königsbrücker für Dresden?

Am Freitag demonstriert nicht nur Fridays for Future für die Verkehrswende. Mehrere Initiativen fordern ein Umdenken auf der Königsbrücker. Polizei rechnet mit Stau.

So wünscht sich die Initiative "Königsbrücker muss leben" eine neue Variante der viel diskutierten Straße in der Neustadt. Doch manch einer geht weiter.
So wünscht sich die Initiative "Königsbrücker muss leben" eine neue Variante der viel diskutierten Straße in der Neustadt. Doch manch einer geht weiter. © Bürgerinitiative “Königsbrücker muss leben”.

Dresden. Am späten Freitagnachmittag könnte es zu Verkehrseinschränkungen in der Äußeren Neustadt kommen. Mehrere Initiativen haben zu einer Demo auf der Königsbrücker Straße aufgerufen - darunter Fridays for Future, Greenpeace und die Bürgerinitiative "Königsbrücker muss leben".

Anlass für den Protest geben die aktuellen Ausbaupläne der Stadt Dresden für die Königsbrücker Straße. Die Demonstrierenden kritisieren, dass diese trotz Klimakrise ausschließlich den Autoverkehr fördern würde. Unter dem Motto "Stadt muss atmen" haben sich deshalb mehrere Dresdner Initiativen aus den Bereichen Klimaschutz, Stadtentwicklung und Verkehrswende zusammengetan. Die Veranstalter rechnen mit 200 Teilnehmern.

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Die Demo startet um 17 Uhr auf der Königsbrücker Straße, dort wollen die Demonstrierenden ein großes Schild spannen, um zu zeigen, wie die Straße nach ihren Wünschen aussehen könnte. Die Polizei rechnet mit kurzzeitigen Verkehrseinschränkungen.

Anschließend wollen die Veranstalter zur Tannenstraße laufen und von dort über das Hechtviertel entlang der Rudolf-Leonard-Straße und dem Bischofsweg wieder zurück zur Louisenstraße gehen. Im Scheunenhofviertel sollen mehrere Parkplätze gesperrt werden, weil anschließend ein kleines Stadtfest geplant ist.

Insgesamt ist die Demonstration von 17 bis 20 Uhr angesetzt, so Mitorganisator Martin Schulte-Wissermann, der hier explizit nicht als Stadtrat (Piraten) spricht, sondern als Mitglied der Initiative "Königsbrücker muss leben".

So soll die ausgebaute Königsbrücker Straße zwischen Louisenstraße und Bischofsweg aussehen.
So soll die ausgebaute Königsbrücker Straße zwischen Louisenstraße und Bischofsweg aussehen. © Visualisierung: Stadtverwaltung Dresden

Seit 27 Jahren wird über die Straße diskutiert

Diese setzt sich seit Jahren für eine Bestandssanierung der Königsbrücker Straße zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee ein. Das würde bedeuten, dass die Königsbrücker Straße zweispurig bleibt und kein Baum abgeholzt werden müsse. "Dort, wo jetzt die Pflastersteine sind, würde Asphalt draufkommen und ein Radweg mit Schutzstreifen", erklärt Schulte-Wissermann, der seit fünf Jahren gegen den vom Stadtrat beschlossenen Ausbau der Variante 8.7 kämpft. Doch so manche Initiative will noch weitergehen und fordert einen autofreien Boulevard auf der Königsbrücker Straße.

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Seit 27 Jahren wird über die Königsbrücker Straße diskutiert. 2016 hatte der Stadtrat dann endlich eine Mehrheit gefunden und eine Variante beschlossen. Seitdem hat sich baulich nicht viel getan. Insgesamt gab es rund 3.000 Einwendungen von 370 Personen gegen den Plan. Derzeit sucht die Stadtverwaltung nach einem Termin, zu dem alle öffentlich eingeladen werden, um die Forderungen zu erörtern.

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