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Kultursommer im Großen Garten startet

Das Dresdner Event mit Max Giesinger und Peter Maffay wird ein Gipfeltreffen lang vermisster Comedians und Musiker - und für Veranstalter zur großen Hoffnung.

Konzertveranstalter Rodney Aust, Philipp Schaller von der "Herkuleskeule", Katina Haubold von der "Humor-Zone" und Olaf Becker vom "Boulevard-Theater" (v.l.) bespielen gemeinsam das Parktheater im Großen Garten und die Junge Garde.
Konzertveranstalter Rodney Aust, Philipp Schaller von der "Herkuleskeule", Katina Haubold von der "Humor-Zone" und Olaf Becker vom "Boulevard-Theater" (v.l.) bespielen gemeinsam das Parktheater im Großen Garten und die Junge Garde. © Christian Juppe

Dresden. Akkuschrauber-Gesumm im Großen Garten. Für alle, die in der Veranstaltungsbranche arbeiten, kann es kein schöneres Geräusch geben. Es bedeutet: Da wird was aufgebaut. Bühne, Beleuchtung, Tontechnik. Endlich.

"Die Idee geht auf unsere Notbespielung der Jungen Garde im vergangenen Sommer zurück", sagt Rodney Aust, der im Parktheater Großer Garten nach einem schattigen Plätzchen sucht. Schon damals haben sich mehrere Veranstalter zusammengetan und so gut es eben ging Kultur unter den freien Himmel gebracht.

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Weil Leute wie der Konzertorganisator Aust weit voraus zu denken und zu planen gewöhnt ist, hat er schon damals angeregt, bei dem bewährten Konzept zu bleiben, sobald Publikum wieder unterhalten werden darf. Das ist nun der Fall. Ab dem 23. Juni starten die Konzerte, Shows, Inszenierungen zunächst im Parktheater im Großen Garten und ab dem 3. Juli in der Jungen Garde. Das Programm gestalten die Theatermacher vom Boulevardtheater und von der Herkuleskeule, die Veranstalter der Humorzone Dresden und Aust Konzerte.

"Wir haben alle große Sehnsucht nach vollen Häusern", sagt Olaf Becker. Der Intendant des Boulevardtheaters spricht aus, was seine Berufskollegen und Partner ähnlich erlebten: "Der Lockdown hat für uns ja neben der wirtschaftlichen auch eine emotionale Seite." Seelisch habe ihm die Treue seines Publikums sehr geholfen, das Ticketgelder nicht zurückforderte, Gutscheine kaufte, Geld spendete und signalisierte: Haltet durch!

Finanziell habe es gute Unterstützung gegeben und es gebe sie noch, lobt Becker. "Angefangen von der Kurzarbeiterregelung für unsere Mitarbeiter, die ja den größten Teil des Budgets ausmachen, bis hin zu den staatlichen Coronahilfen für Betriebsausfälle können wir nur froh sein." Trotzdem hadert er mit der Situation. Manchmal fühle er sich wie ein "Unternehmensharzvierempfänger", sagt er. "Dabei habe ich doch ein privatwirtschaftliches Theater aufgezogen, um nicht an Fördertöpfen zu hängen."

Von Max Giesinger bis Peter Maffay

Das ist auch für Rodney Aust der Punkt: "Wir wollen keine Hilfen, die was kosten", sagt der Konzertveranstalter. Viel lieber, als per Staatshilfen zu überleben, möchte er das Geld für seine Agentur selbst verdienen. Dafür jedoch brauche er Unterstützung von der Politik. "Ich wünsche mir, dass endlich mal ein Aerosolforscher bemüht wird, der den Unterschied zwischen Bespielung geschlossener Konzerthallen oder Theatersäle und Open-Air-Plätzen klärt." Die zögerliche Öffnung der Outdoor-Angebote nervt ihn.

Außerdem wäre es wichtig für seine Branche, wenn auch seitens der politischen Entscheider deutlicher darauf aufmerksam gemacht würde, dass Theater draußen wieder spielen, Konzerte wieder stattfinden dürfen. "Sie müssten den Menschen signalisieren: Geht hin, ihr seid dort sicher!"

Dafür sorgen er und seine Mitstreiter mit ihren Hygienekonzepten. Bleibt eigentlich nur noch, auf trockenes Wetter zu hoffen und Tickets für namhafte Künstler wie Markus Krebs, Lisa Eckart, Max Giesinger, Reinald Grebe, Olaf Schubert, Jürgen von der Lippe, Kurt Krömer, Peter Maffay, das Duo Maschine & Hassbecker, Annett, Louisan, Ben Zucker, Matthias Reim, Michael Schulte und viele andere zu kaufen.

Für Großveranstaltungen gilt die Testpflicht

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Erst Test, dann Tickets vorzeigen: Beim Einlass werden die Verantwortlichen kontrollieren, ob alle Gäste entweder auf eine Corona-Infektion getestet wurden, dagegen vollständig geimpft oder davon genesen sind. Tests vor Ort sind nicht möglich, aber ganz in der Nähe gibt es Angebote, zum Beispiel im Corolaschlösschen, PPS Medical Fitness Center, beim Pflegedienst Askir und im Restaurant Paul Rackwitz. Masken auf den Plätzen zu tragen, ist nicht nötig, Abstand halten aber doch. Ansonsten gelten die bekannten Hygieneregeln.

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