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Tiefgarage der Dresdner Königshöfe wächst

Auf dem Gelände früherer Festungsanlagen in der Neustadt entstehen Neubauten. Was das Besondere an ihnen wird.

Die Decke über der ersten Tiefgaragen-Ebene ist weitgehend geschlossen. Geplant ist, dass dort 2022 die Königshöfe stehen.
Die Decke über der ersten Tiefgaragen-Ebene ist weitgehend geschlossen. Geplant ist, dass dort 2022 die Königshöfe stehen. © Foto: SZ/Peter Hilbert

Dresden. Abgesperrt ist derzeit die Theresienstraße am Neustädter Palaisplatz. Dort bestimmen Kräne das Bild. Die große Grube ist im Untergrund schon zum Teil bebaut ist. Der Bauträger Consus lässt dort die Königshöfe errichten.

Der Tiefbau hatte im Sommer vergangenen Jahres begonnen. Zuvor waren bei archäologischen Grabungen Teile der Dresdner Festungsanlage freigelegt worden. Die Archäologen stießen dabei auf eine Bastion.

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Die Corona-Schutzimpfung ist gestartet. Zunächst allerdings nur für Menschen, die zur Gruppe der höchsten Priorität gehören.

Die Mauern im Untergrund mussten weichen. Gefallen ist auch eine alte, leerstehende Fabrik an der Theresienstraße.

Rund 40.000 Kubikmeter Erdreich mussten dort ausgehoben werden. Die Wände der Grube sind mit einem Verbau aus Stahlträgern und Holzbohlen auf einer Länge von insgesamt 350 Metern gut gesichert.

In der Fachsprache nennt sich das Berliner Verbau. Jetzt steht der Rohbau des Untergeschosses der Tiefgarage. Eingehoben sind schon die ersten Wände der darüber liegenden Ebene.

So sollen die Königshöfe aussehen. Die villenartigen Gebäude orientieren sich an stilistischen Elementen des Barocks.
So sollen die Königshöfe aussehen. Die villenartigen Gebäude orientieren sich an stilistischen Elementen des Barocks. © Consus RE AG

Geplant sind moderne Neubaubauten mit 192 Zwei- bis Fünfraumwohnungen, zwei Gewerbeeinheiten und eine zweistöckige Tiefgarage mit 276 Stellplätzen. Zuvor hatte es einen Fassadenwettbewerb für die Neubauten mit jeweils vier Stockwerken und einem Dachgeschoss gegeben.

Die Gestaltung der villenartigen Gebäude wird sich stilistisch an Elementen des Barocks orientieren. Alle Wohnungen sollen einen Balkon, eine Terrasse oder eine Loggia bekommen. In den Innenhöfen sind Grünflächen, Bäume und Spielplätze geplant.

Geplant war, dass dieses Jahr der Rohbau der Königshöfe steht, sodass Richtfest gefeiert werden kann. Im kommenden Jahr sollen nach den bisherigen Plänen dort die Bewohner einziehen. Zu den künftigen Mietpreisen hatte das Unternehmen noch keine Angaben gemacht.

Bereits vor Baubeginn hatte die CG-Gruppe die Königshöfe für rund 70 Millionen Euro an einen offenen Immobilienfonds verkauft. Im März vergangenen Jahres war das Unternehmen von der Consus RE AG übernommen worden.

Die Gerüste am Palatium am Palaisplatz sind gefallen. Dort sind 52 Eigentumswohnungen ausgebaut worden.
Die Gerüste am Palatium am Palaisplatz sind gefallen. Dort sind 52 Eigentumswohnungen ausgebaut worden. © Foto: SZ/Peter Hilbert

Das Unternehmen saniert direkt neben den künftigen Königshöfen den neobarocken Prunkbau der einstigen königlichen Brandversicherungskammer. Das markante Gebäude war zwischen 1899 und 1901 errichtet worden. Im März 2019 hatten die Arbeiten am Palatium begonnen. Sie sind weit fortgeschritten.

In dem fünfstöckigen Gebäude mit seinen vier Hausaufgängen werden 52 Eigentumswohnungen mit einem bis vier Räumen ausgebaut. Sie sind zwischen 29 und 136 Quadratmeter groß. Der Komplex war nach der Wende von 1990 bis 1992 bereits schon einmal saniert worden, aber damals noch nicht mit dem jetzt betriebenen Aufwand.

Danach war er als Bürogebäude genutzt worden. Doch seit Jahren steht das Haus leer. Consus investiert für das Großprojekt rund 25 Millionen Euro. Die Wohnungen sind komplett verkauft. Dafür haben die Käufer rund 5.000 Euro je Quadratmeter gezahlt.

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