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Wie teuer Parken in Dresden werden könnte

Die Stadt will die Parkgebühren stufenweise zum Teil auf das Vierfache erhöhen. Das wollen viele Stadträte nicht. Nun gibt es einen Vorschlag zur Einigung.

Das Parken wird in Dresden bald deutlich teurer.
Das Parken wird in Dresden bald deutlich teurer. © René Meinig

Dresden. Dass das Parken in Dresden deutlich teurer werden soll, darüber wird schon lange in der Landeshauptstadt diskutiert. Die Verwaltung hatte drei Euro pro Stunde in der Innenstadt und in einigen Bereichen eine Vervierfachung vorgeschlagen.

20 Millionen Euro sollten damit pro Jahr eingenommen werden. Stadträten war diese Erhöhung zu drastisch. Nun gab es Verhandlungen zwischen Grünen, CDU, Linken, SPD und FDP und nach SZ-Informationen wurde ein Kompromiss gefunden.

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Stufenweise Erhöhung soll ganz gestrichen werden

Die Stadtverwaltung hat ihren ursprünglichen Vorschlag mit einer Verdopplung der Gebühr in der Innenstadt auf drei Euro, einer Vervierfachung in Zone II und dem Wegfall der Tagestickets wegen des Protests der Räte überarbeitet.

Der neue Baubürgermeister Stephan Kühn (Grüne) schlägt stattdessen eine stufenweise Erhöhung auf 2,70 Euro pro Stunde in Zone I, also der Innenstadt, vor. Die erste Steigerung ist in diesem Jahr vorgesehen, dann soll es 2022 und 2023 jeweils erneut teurer werden. Kühn will das Tagesticket erhalten und es soll ebenfalls stufenweise auf 18 Euro steigen.

Doch auch dafür gibt es keine Zustimmung der Stadträte. Stattdessen wurden mehrere unterschiedliche Ansätze ins Spiel gebracht. Nach einer Videokonferenz der zuständigen Politiker der fünf Fraktionen gibt es nun einen Kompromiss.

Nach SZ-Informationen ist geplant, die stufenweise Erhöhung ganz zu streichen. Stattdessen sollen die Parkgebühren einmalig steigen. Die teuerste Zone I wird um die Äußere Neustadt erweitert. Sodass Parken im Zentrum und in dem Ausgehviertel 2,40 Euro pro Stunde kosten soll. Bisher liegt die Gebühr pro Stunde bei 1,50 Euro in der Innenstadt und 50 Cent in der Äußeren Neustadt. Das Tagesticket, das bisher sechs Euro und drei Euro in der Neustadt kostet, soll dann zwölf Euro kosten - an Sonn- und Feiertagen sechs Euro und 1,50 Euro pro Stunde.

Günstigere Jahrestickets für Handwerker, Pflegedienste und Hebammen

Für die Zone 2 sind 1,50 Euro pro Stunde vorgesehen und sechs Euro für ein Tagesticket. Bisher kostet es dort 50 Cent pro Stunde und das Tagesticket drei Euro. In allen anderen Bereichen (Zone III) soll die Gebühr von 50 Cent pro Stunde auf 1,20 Euro steigen und das Tagesticket von drei auf fünf Euro. Sonn- und feiertags ist hier kostenloses Parken vorgesehen - ausgenommen ist davon der Bereich um die Messe Dresden, wo auch an Sonn- und Feiertagen Gebühren erhoben werden.

Günstigere Sonderregelungen sind für Elektro-, Hybrid- und Wasserstofffahrzeuge vorgesehen, ebenso für Car-Sharing. Handwerker, Pflegedienste und Hebammen, die in der Stadt im Einsatz unterwegs sind, sollen vergünstigte Jahresticket erhalten für 110 Euro pro Jahr oder 200 Euro für zwei Jahre.

Geplant ist, dass die Fraktionen nun diesen Vorschlag absegnen. Dann könnte der Stadtrat die neuen Parkgebühren Anfang März beschließen. Sobald die neue Gebührensatzung im Amtsblatt veröffentlicht wird, gelten die neuen Preise.

Allerdings werden sie wahrscheinlich erst im Mai flächendeckend erhoben. Denn um die Automaten umzustellen, braucht die Stadtverwaltung dann noch eine Weile.

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