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Post sucht Ersatz für Filiale in Dresden-Coschütz

Dresdner aus Coschütz und Gittersee haben jetzt weite Wege zur nächsten Post. Es soll aber noch im Spätsommer eine Lösung geben.

Für Postdienstleistungen müssen Coschützer und Gitterseer jetzt bis Plauen fahren.
Für Postdienstleistungen müssen Coschützer und Gitterseer jetzt bis Plauen fahren. © dpa-Zentralbild/Monika Skolimowska

Dresden. Seit die Postfiliale auf der Karlsruher Straße in Dresden geschlossen hat, müssen die Kunden auf die Chemnitzer Straße nach Plauen ausweichen. Zumindest, wenn sie Pakete oder Päckchen abholen oder abgegeben wollen, auch für Bankgeschäfte bei der Postbank. Doch der Weg nach Plauen ist für einige nicht nur lang, vor Ort gibt es auch kaum Parkplätze.

Im kleinen Zeitungsladen im Kaufland auf der Kohlenstraße können aufgrund der Größe keine Pakete und Päckchen gelagert werden. Wie geht es jetzt im Stadtteil weiter?

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Der Einzelhändler, in dessen Laden die Postfiliale integriert war, hat sein Geschäft auf der Karlsruher Straße geschlossen, informiert Mattias Persson, Pressesprecher der Deutschen Post in Sachsen. Dies sei in der Wirtschaftswelt nicht ungewöhnlich. "Seit Bekanntwerden der Schließungsabsicht suchen wir deshalb intensiv nach einem neuen Kooperationspartner im Einzelhandel."

Man führe derzeit Gespräche über die Anmietung einer Ladenfläche ganz in der Nähe der vorherigen Filiale. "Wenn wir keinen Selbstständigen finden, der die Postdienstleistungen in seinem Geschäft mit anbietet, müssen wir eine eigene Übergangslösung finden", sagt Persson. Das versuche die Deutsche Post aber zu vermeiden, weil sie dann auch nur verkürzte Öffnungszeiten anbieten kann. "Das ist auch für uns nur die zweite Option." Persson sagt, dass es für die Kunden in Coschütz und Gittersee im Spätsommer eine Lösung geben soll.

Der Pressesprecher macht deshalb auch Werbung. "Jeder Selbstständige, der in der Umgebung einen Laden oder ein Einzelhandelsgeschäft betreibt, kann sich gern aktiv bei der Deutschen Post melden, wenn Interesse an der Übernahme von Postdienstleistungen besteht." Das Partner-Filialmodell habe sich in den vergangenen mehr als 20 Jahren gut bewährt: Aktuell böten die Partner der Deutschen Post in bundesweit rund 13.200 Filialen Postdienstleitungen an und erhielten hierfür eine leistungsgerechte Vergütung. Darüber hinaus profitierten die Partner mit der Übernahme von Postleistungen auch durch eine erhöhte Kundenfrequenz in ihrem Hauptgeschäft.

Für die Zeit, bis eine neue Filiale gefunden oder eine neue eröffnet wird, gebe es aber auch Alternativen, sagt Perrson.

Unter www.deutschepost.de/postfinder könnten Postkunden nach Eingabe des eigenen Standortes die Adressen und Öffnungszeiten der umliegenden Filialen und Paketshops, den nächstgelegenen Briefkasten inklusive Leerungszeiten sowie Standorte von Packstationen und Paketboxen abrufen. Perrson verweist besonders auf das Online-Angebot. Dieses ermögliche neben vielen anderen Postdienstleistungen beispielsweise, das erforderliche Porto zu berechnen, Brief-, Päckchen- oder Paketmarken zu kaufen oder die Abholung von Paketen zu vereinbaren.

"Was einige vielleicht nicht wissen: Retouren und freigemachte Sendungen können auch dem Zusteller mitgegeben werden", sagt Persson. Im Übrigen könnten diese Sendungen ebenso an jeder Packstation abgegeben werden – rund um die Uhr. Viele Kunden nutzten auch die Möglichkeit, ihre in der App gekauften Paketmarken vom Zusteller oder an der Packstation ausdrucken zu lassen.

Falls sich ein Einzelhändler in Coschütz oder Gittersee jetzt Gedanken macht: Bewerbungen sind online über deutschepost.de/partner-werden möglich. Sie würden allerdings zunächst dahingehend betrieblich geprüft, ob die notwendigen Voraussetzungen für die Übernahme von Postleistungen vorliegen.

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