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Radstreifen für Königsbrücker Landstraße

Auf rund 1,8 Kilometern soll die Straße saniert werden. Wie, darüber durften nun Bürger abstimmen. Das sind die Ergebnisse.

Die Königsbrücker Landstraße in Klotzsche soll in Richtung Weixdorf einen durchgängigen Radweg bekommen. Das wünschen sich zumindest viele Bürger.
Die Königsbrücker Landstraße in Klotzsche soll in Richtung Weixdorf einen durchgängigen Radweg bekommen. Das wünschen sich zumindest viele Bürger. © Visualisierung: Rehwaldt Landschaftsarchitekten

Dresden. Die Sanierung der Königsbrücker Straße in der Dresdner Neustadt ist bereits angeschoben worden. Derzeit wartet die Stadt auf das Baurecht. Weiter nördlicher, wo die Straße zur Königsbrücker Landstraße wird, soll ebenfalls bald gebaut werden.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) und die Landeshauptstadt wollen die Fahrbahn zwischen Karl-Marx-Straße und Arkonastraße erneuern. Der Abschnitt ist rund 1,8 Kilometer lang. Die Straßenbahnlinie 7 stößt dort an ihre Kapazitätsgrenze und muss darüber hinaus teilweise eingleisig fahren, was sich auf die Verlässlichkeit des Fahrplans auswirkt. Wie das paassieren soll, dazu gab es in den vergangenen Wochen eine Bürgerbeteiligung, deren Ergebnisse seit Mittwoch vorliegen. 

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Demnach spricht sich die Mehrheit für jene Variante aus, die einen durchgängigen Radweg in Richtung Weixdorf vorsieht. Ins Stadtzentrum soll die Radroute über die parallel verlaufenden Kieler Straße und Alexander-Herzen-Straße aufgewertet werden. Die Straßenbahnen bekommen außerdem ein zweites Gleis. Straßenbahnen, Busse und Autos würden sich in diesem Fall eine Fahrspur in jede Richtung teilen. Auch im Bereich der Ladenzeilen bliebe die bisherige Straßenbreite erhalten. Rund 65 Prozent der 1.410 abgegebenen Stimmen sind für diese Lösung. Es hätten sich überproportional viele Radfahrer beteiligt, hingegen wenige Fußgänger.

Was die Radroute ins Stadtzentrum angeht, so soll dort geprüft werden, ob diese zu einer Fahrradstraße ausgebaut werden kann. In jedem Fall müsste die Kreuzung Karl-Marx-Straße/Kieler Straße sowie die Kreuzung Königsbrücker Landstraße/Grenzstraße umgebaut werden. Auch der Parkverkehr im Zuge der Radtrasse müsste neu organisiert werden.

So könnte es werden: Blick von der Prof.-von-Finck-Straße in Richtung Stadtzentrum.
So könnte es werden: Blick von der Prof.-von-Finck-Straße in Richtung Stadtzentrum. © Visualisierung: Rehwaldt Landschaftsarchitekten

Der Fahrradklub ADFC Dresden begrüße das eindeutige Votum der Klotzscher für den Radfahrstreifen sehr. "Bereits im Oktober 2017 Jahres hatte der ADFC diese Variante mit der Kombination aus Radfahrstreifen auf der Königsbrücker Landstraße stadtauswärts und der Führung des Radverkehrs stadteinwärts über die Parallelstraßen Kieler und Alexander-Herzen-Straße der DVB nahegelegt", sagte Geschäftsführer Edwin Seifert am Mittwoch. Es sei ein guter Tag für den Radverkehr in Dresden. "Wenn jetzt noch die Finanzierung gesichert ist, dann passt alles."

Die Vorplanungen und die Abstimmungsergebnisse werden nun zur Grundlage für den Entwurf, der dem Stadtrat vorgelegt wird. Gibt dieser grünes Licht, wird ein Planfeststellungsverfahren angeschoben, wie es derzeit bei der Königsbrücker Straße in der Neustadt der Fall ist. Dies kann unter Umständen mehrere Jahre dauern - je nachdem, wie viele Einwände es gegen das Vorhaben gibt.

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