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Wer hinter Dresdens Monsterfisch steckt

Die Schaffer des mysteriösen Tiers am Elbufer haben sich geoutet. Jetzt haben sie den Fisch, der sogar einen Namen hat, vor der "Flut" in Sicherheit gebracht.

Vor dem Hochwasser gerettet: Der mysteriöse Monsterfisch in der Nähe des Palaisgarten am Freitagmorgen.
Vor dem Hochwasser gerettet: Der mysteriöse Monsterfisch in der Nähe des Palaisgarten am Freitagmorgen. © Tino Plunert

Update vom 5. Februar: In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist der Dresdner Monsterfisch weiter in Richtung Elberadweg gewandert. Er steht jetzt auch näher zur Marienbrücke.

Offenbar wollten die Künstler ihr Werk schützen. Am Wochenende soll der Pegel der Elbe auf über vier Meter ansteigen. Bilder zeigen, wie das Wasser am Freitagmorgen bereits fast den Elberadweg erreicht hatte, der bunte Monsterfisch mit dem Schild "Don't touch, don't feed (zu Deutsch: Nicht anfassen, nicht füttern) stand gerade so noch im Trockenen.

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Mit einer Schwimmfunktion haben die unbekannten Künstler das Tier offenbar nicht ausgerüstet. Weiterhin rätseln viele Dresdner, was es mit der lila Skulptur mit den gelben Zähnen und der abgetrennten Schwanzflosse auf sich hat.

Nach einer öffentlichen Aufforderung haben sich nun die Schaffer des Werks bei der Stadtverwaltung gemeldet. Der Fisch heiße "Erwin 23", gab die Stadt am Freitagmittag bekannt. Dahinter stecke ein Künstlerkollektiv mit dem Namen HRB+C, hieß es weiter. Das Kollektiv wolle den Fisch nun retten.

Im Netz sorgte der Monsterfisch für Freude bei vielen Nutzern. Das Tier mache den derzeitigen grauen Alltag bunt, meinen mehrere User. Andere verweisen in Blick auf die Aufforderung der Stadt, der Künstler solle sich melden, mit dem Kultspruch "It's a trap" ("Es ist eine Falle"). Spannend bleibt auf jeden Fall, ob der Fisch noch weiter in Richtung Land wandert. Viel Platz ist angesichts des Hochwassers nicht mehr an der Elbe.

Hintergrund: Monsterfisch am Dresdner Elbufer aufgetaucht

Dresden. Niemand hat eine Ahnung. Die meisten Dresdner rätseln, ebenso wie die Stadtverwaltung. Woher stammt der bunte Riesenfisch auf der Elbwiese zwischen Augustusbrücke und Marienbrücke? Wann kam er angeschwommen, wer hat ihn nach Dresden gelockt und wie lange wird er bleiben?

Die ersten Fotos gab es am Dienstag. Womöglich sei er aber schon am Montag angekommen, heißt es im Internet. Weitere Infos? Fehlanzeige! "Nicht berühren, nicht füttern" steht auf einem Schild, das an ihm lehnt. Mehr nicht.

Niemand im Rathaus kann weiterhelfen

Nun rätseln die Dresdner und die Stadt. Was hat es mit dem Kunstwerk auf sich? Der Fisch besteht aus Kunststoff und Holz, 102 spitze, gelbe Zähne hat er im weit aufgerissenen Maul. Seit einer SZ-Anfrage am Dienstag sucht die Stadt nach den Urhebern des Kunstwerks. Mittwochmittag dann die Feststellung: niemand im Rathaus kann weiterhelfen.

"Fische sind in der Elbe ja keine Seltenheit mehr. Große lila Monsterfische auf der Dresdner Elbwiese schon", stellen die Verantwortlichen fest. Der Fisch auf der Wiese nahe dem Japanischen Palais berühre vielleicht zu Diskussionen, zu Fotos und zum Lächeln.

"Dann liegt er da nicht umsonst", so die Stadtverwaltung. Gerade in diesen angespannten Zeiten. "Cool" findet das die Stadtverwaltung, die davon ausgeht, dass er "spätestens beim nächsten Hochwasser zurück ins Meer schwimmt."

Trotzdem wollen die Verantwortlichen wissen, wer denn nun für die ungewöhnliche Kunst an der Elbe Regie führte. "Wir würden uns freuen, wenn der Künstler oder die Künstler sich schnellstmöglich im Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft melden."

Schließlich müsse die "Aufenthaltsbescheinigung" abgestimmt werden und der Fisch sei "nun mal in einem Landschaftsschutzgebiet aufgetaucht." Ganz ohne behördliche Zustimmung geht das nicht. "Kann ja nicht jeder Fisch wissen", stellt die Stadt fest.

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Das Rathaus macht also noch keinen Druck, die Stadtverwaltung begrüßt die Installation sogar. Aber immer dringender wird für die Ämter der Stadt die Frage, woher der Fisch kommt und wie lange er bleibt.

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