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Sperrungen für Sanierung des Blauen Wunders

Schon ab Montag wird es auf der Dresdner Brücke erste Verkehrseinschränkungen geben. Ein erster Vorgeschmack auf die nächsten Jahre.

Von Sandro Rahrisch
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Das Blaue Wunder wird ab diesem Jahr umfangreich saniert. Die ersten Arbeiten beginnen bereits in der kommenden Woche.
Das Blaue Wunder wird ab diesem Jahr umfangreich saniert. Die ersten Arbeiten beginnen bereits in der kommenden Woche. © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Dresden. Nach der Dresdner Albertbrücke, der Augustusbrücke und der Carolabrücke wird nun auch die umfangreiche Sanierung des Blauen Wunders in Angriff genommen. Die Arbeiten starten zwar erst später im Jahr. Allerdings sind Vorarbeiten notwendig, die wiederum Verkehrseinschränkungen mit sich bringen, teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit.

Los geht es bereits am Montag, dem 17. Januar. Jeweils zwischen 9 Uhr und 15 Uhr wird nur eine Fußwegseite in voller Breite nutzbar sein. Auch auf den Fahrspuren könne es stundenweise Behinderungen geben, so die Stadt. Pro Richtung soll aber jederzeit eine Spur offen bleiben.

Ab Montag wird Platz für die Sanierung gemacht

Leitungen und Kabel, die über die Brücke verlaufen, werden so verlegt, dass sie künftigen Arbeiten nicht im Wege sind. Außerdem wird die Brückenbeleuchtung so umgebaut, dass sie bei der Sanierung nicht behindern. Leerrohre in den oberirdischen Querträgern der Brücke und Kabelabführungen müssen ebenfalls verlegt werden. Die Arbeiten seien abhängig vom Wetter, so die Verwaltung weiter.

Die Sanierung des Blauen Wunders wird am Ende schätzungsweise 160 Millionen Euro kosten. Schon erledigt ist die Erneuerung der Gehwege. Nun müssen beschädigte Stahlteile ausgetauscht und der Korrosionsschutz neu aufgetragen werden. Dieser schützt vor Rost.

Auswirkungen auf alle Verkehrsteilnehmer

Wenn die Bauteile ausgetauscht werden, wird der Gehweg in Richtung Sächsische Schweiz wegfallen, damit Platz für das Gerüst ist. Gleichzeitig wird der linke Fahrstreifen Richtung Schillerplatz eingezogen, um die Verlegung der Fahrspur Richtung Körnerplatz in den mittleren Fahrstreifen zu ermöglichen. Etwa 13 Wochen werden Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger mit dieser Lösung leben müssen. Danach wird auf die andere Brückenseite gewechselt. Für Fußgänger sollen die Fußgängerquerungen an den Knotenpunkten Schillerplatz und Körnerplatz zur Verfügung stehen, so die Verwaltung.

Dabei wird es aber nicht bleiben. Wenn das Blaue Wunder einen neuen Anstrich - den Korrosionsschutz bekommt - wird die Brücke wahrscheinlich abschnittsweise eingehaust werden müssen. Die verkehrlichen Auswirkungen werden gegenwärtig von der Stadt geprüft. "Zielstellung für einen zügigen Bau wäre die Vollsperrung mit Aufrechterhaltung der Gehwege", heißt es.