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Dresdner Doku über "Onkel Lubo" kommt nochmal in die Schauburg

Der Dresdner Künstler Ray van Zeschau zeigt seinen Film über den bulgarischen Maler Ljuben Stoev nun zwei weitere Male. Wann die Doku zu sehen ist und wer dieser Onkel Lubo eigentlich ist.

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Wer den Film "Mein Onkel Lubo" verpasst hat, bekommt nun eine weitere Chance: Am Sonntag und am Mittwoch zeigt der Dresdner Künstler Ray van Zeschau seine Doku noch einmal in der Schauburg.
Wer den Film "Mein Onkel Lubo" verpasst hat, bekommt nun eine weitere Chance: Am Sonntag und am Mittwoch zeigt der Dresdner Künstler Ray van Zeschau seine Doku noch einmal in der Schauburg. © Marion Doering

Dresden. Damit hätte er selbst nicht gerechnet, doch die Freude über das Interesse an seinem Film ist groß. Am vergangenen Freitag feierte der Dresdner Musiker und Fotograf Ray van Zeschau mit einer Doku der besonderen Art Premiere in Dresden. In der Schauburg zeigte er den Film "Mein Onkel Lubo" - vor ausverkauftem Saal. Ursprünglich war geplant, dass das filmische Kunstwerk nur einmal in der Schauburg läuft. Doch noch am selben Abend erhielt Ray van Zeschau, der nicht nur Protagonist, sondern auch Mit-Produzent des Filmes ist, das Angebot des Kinobetreibers, den Film an zwei weiteren Tagen zu zeigen.

Der Dokumentarfilm widmet sich van Zeschaus Onkel Ljuben Stoev, genannt Lubo, der 2016 starb und seinem Neffen seine Atelierwohnung samt Kunstwerken hinterließ. Wie van Zeschaus Vater lebte Lubo in der bulgarischen Hauptstadt Sofia, wohin der Dresdner daraufhin reiste, um Lubos Bilder zu sichten und die Wohnung zu beräumen, die er verkaufen wollte. Die Kunstwerke sollten im Herbst 2020 im Dresdner Stadtmuseum ausgestellt werden.

Damit konnte Ray van Zeschau seinem Onkel posthum einen Wunsch erfüllen, der ihn Zeit seines Lebens begleitet hatte, aber nie erfüllt wurde: Eine Ausstellung in jener Stadt, in der seine künstlerische Laufbahn einst begonnen hatte.

Auf der Reise nach Sofia und von dort mit den Bildern nach Dresden wird Ray van Zeschau von einem Filmteam begleitet. Gemeinsam mit ihnen lernt der Zuschauer den bulgarischen Künstler, der in den 1960er-Jahren an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden Malerei und Grafik studiert und anschließend nach Sofia zurückkehrte, näher kennen. Ray van Zeschau erkundet das Atelier und entdeckt dort allerlei bislang Unbekanntes aus dem Leben von Lubo.

In der Auseinandersetzung mit seiner Kunst und dem Leben in Sofia fand van Zeschau einen neuen, tieferen Zugang zu seinem Onkel und damit auch zu seinen familiären Wurzeln, erzählt der Dresdner später. Und er berichtet von den abenteuerlichen Dreharbeiten in Bulgarien, die immer wieder verschoben werden mussten, weil das Filmteam keine Zeit hatte. Wie es die Kunstwerke schließlich doch nach Dresden und 2020 in die Ausstellung ins Stadtmuseum schafften, zeigt die Doku in unterhaltsamer und kurzweiliger Weise. (SZ/noa)

Die Doku "Mein Onkel Lubo" ist am kommenden Sonntag, 15. Januar, 12 Uhr, sowie am Mittwoch, 18. Januar, 19 Uhr, in der Schauburg, Königsbrücker Straße 55, zu sehen. Ray van Zeschau und Cutter Rainer A. Schmidt sind bei den Aufführungen jeweils vor Ort.