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Trümmerbahn für Dresdens Südpark

Die Arbeiten am Freizeitareal im Dresdner Süden gehen weiter. Wo es neue Zugänge geben wird und was es mit der kleinen Lok auf sich hat.

Der Südpark soll um eine kleine Attraktion bereichert werden: Die Stadt will als Erinnerung an die Trümmerbahn eine Lok und drei Loren aufstellen.
Der Südpark soll um eine kleine Attraktion bereichert werden: Die Stadt will als Erinnerung an die Trümmerbahn eine Lok und drei Loren aufstellen. © Sven Ellger

Dresden. In Dresdens größten kommunalen Park wird weiter investiert: Für 140.000 Euro sollen die Eingänge zum Südpark im Norden, Osten, Süden und Westen mit kleinen Plätzen besonders hervorgehoben werden. Anfang Oktober beginnen die Bauarbeiten für den Zugang am unteren Ende der Passauer Straße. Die Ost-West-Achse, die an der Passauer Straße beginnt und endet, wurde bereits fertiggestellt. Ihr Verlauf ist identisch mit der Strecke der Trümmerbahn, die nach 1945 aus der Stadt die Trümmer den Hang hinauf brachte und in die noch offenen Lehmgruben verkippte. Daran soll der leicht erhöhte westliche Eingangsplatz - mit dem Ausblick auf die Stadt - anknüpfen. 

So sah die kleine Lok vor ihrer Restaurierung aus. Die Stadt hat sie preiswert von einem Schweizer Bahnverein gekauft.
So sah die kleine Lok vor ihrer Restaurierung aus. Die Stadt hat sie preiswert von einem Schweizer Bahnverein gekauft. © Landeshauptstadt

Nun soll ein kleines Denkmal an die Geschichte dieses Ortes erinnern. Geplant ist, eine Lok mit drei Loren aufzustellen. Die drei Feldbahn-Loren mit Kippmulden sind ein Geschenk eines österreichischen Sponsors an die Stadt. Sie werden derzeit vom Sächsischen Umschulungs-und Fortbildungswerk Dresden aufgearbeitet. Die Lok konnte die Stadt wiederum preiswert von einem Schweizer Bahnverein kaufen. Sie wurde im Sommer 2020 von ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern aus Dresden und der Schweiz aufgearbeitet und hergerichtet. 

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Das kleine Ensemble soll veranschaulichen, wie die Trümmerbahn einst auf dem Areal funktionierte. Dazu gibt es Wissenswertes über die Historie und die Zukunft des Gebietes: Interessierte können sich auf Tafeln mit Ausführungen zur ehemaligen Trümmerbahnstrecke und zur Entwicklung des Südparks informieren. 

Die Bauarbeiten übernimmt die Firma Lockwitzer Landschaftsbau aus Dresden. Die Planung wurde durch die Landschaftsarchitektin Dörte Jahn erarbeitet, die Kosten von 140. 000 Euro übernimmt der Stadtbezirk Plauen. Der Zugang an der Passauer Straße soll Ende dieses Jahres fertiggestellt werden. Es sei denn, starker Frost und Schnee verzögern das Bauvorhaben.

Ein österreichischer Sponsor hat der Stadt drei Feldbahn-Loren mit Kippmulden geschenkt. Sie werden derzeit aufgearbeitet.
Ein österreichischer Sponsor hat der Stadt drei Feldbahn-Loren mit Kippmulden geschenkt. Sie werden derzeit aufgearbeitet. © Landeshauptstadt

Bei der Gestaltung des 45-Hektar großen Südparks werden die Dresdner eng mit einbezogen. Von Beginn an hatten sie die Möglichkeit, ihre Ideen und Wünsche auf Workshops oder in Online-Befragungen einzubringen. Erst im Juli hatte das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft gemeinsam mit dem Planungsbüro Freiräume Bürger zu einem Planungsworkshop für ein neues Freizeitsportgelände eingeladen, Anfang September wurden die Ergebnisse vorgestellt.

Wichtig waren den Teilnehmern besonders die Gestaltung eines Hügels und der Erhalt des Beachvolleyballplatzes und ein mittelgroßer Bolzplatz. Außerdem wünschen sich die Dresdner einen Spielbereich mit Sandkasten und einzelne Fitness- und Trimm-dich-Elemente. Außerdem soll der Waldhang nach Süden hin in die Nutzung einbezogen werden, ausgestattet mit Kletterangeboten, einer Rutsche und einer Treppe. Sträucher, Bäume, Bauminseln standen ebenfalls auf der Wunschliste der Teilnehmer.  

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Geplant sind außerdem Grillplätze, Flächen für Urban Gardening - die Möglichkeit, kleine Gärten u.a. mit Nutzpflanzen anzulegen - sowie für Lauf- und Radsport. Als grüne Oase in der Stadt bietet der Südpark auch ausreichend Platz für Biotope und Obstwiesen. 

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