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Schnee behindert Dresdens Müllabfuhr

Schnee auf den Nebenstraßen macht die Leerung vieler Mülltonnen in Dresden derzeit unmöglich. Wo es Probleme gibt und wann sie gelöst werden sollen.

In den großen Dresdner Wohngebieten - wie hier in Gorbitz - wird es schnell zum Problem, wenn die Mülltonnen nicht regelmäßig geleert werden können.
In den großen Dresdner Wohngebieten - wie hier in Gorbitz - wird es schnell zum Problem, wenn die Mülltonnen nicht regelmäßig geleert werden können. © privat

Dresden. So schön der Winter in Dresden derzeit ist - die Schneemassen auf den Straßen bringen auch Probleme mit sich. Obwohl es schon seit Tagen kaum Neuschnee gab, sind viele Nebenstraßen noch immer schlecht befahrbar. Und das hat auch Folgen für die Leerung der Mülltonnen. Zahlreiche Gelbe Tonnen warten seit vergangener Woche darauf, geleert zu werden. Und auch bei der Schwarzen Tonne gibt es Probleme.

Vor allem in den großen Wohngebieten bietet sich auf den Müllplätzen inzwischen ein dramatisches Bild. Steven Warg, der in Gorbitz lebt, hat den Anblick der Mülltonnen mit dem Handy festgehalten und ist entsetzt. "Ich finde diesen Zustand trotz der Witterung nicht hinnehmbar." Im Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft ist das Problem bekannt und wird eben mit der Wetterlage erklärt.

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Aufgetürmte Schneewälle blockieren Straßen

"Mit größter Anstrengung hat der Winterdienst in den ersten Tagen vorrangig die Hauptstrecken geräumt, sodass aufgrund von Schnee- und Eisglätte vor allem Neben- und enge Straßen sowie Höhenlagen schlecht bis gar nicht erreichbar waren und noch nicht sind", heißt es aus dem Amt. Allerdings haben auch Anlieger die Pflicht, den Bereich vor ihren Grundstücken zu beräumen, was wiederum zu Behinderungen auf den Straßen führe.

Etwa durch Schneewälle, die beim Beräumen aufgehäuft wurden und die Straßen für breitere Fahrzeuge blockieren. "Es kommen dann zwar Pkw durch, jedoch keine Lkw." Mitunter sei auch der Zugang zu den Müllplätzen nicht möglich, weil dort Autos davor parken, die keinen anderen Stellplatz gefunden haben.

Trotz der Probleme sei die Abfallsammlung in der vergangenen Woche beim Großteil der Müllplätze durchgeführt worden - aber eben nicht bei allen. Letztlich liege die Entscheidung, ob eine Straße bei Eis- und Schneeglätte befahren werden kann, beim Fahrer des Entsorgungsfahrzeuges. Denn: "Von rutschenden Entsorgungsfahrzeugen geht eine andere Gefährdungslage aus als von einem Pkw."

Gelbe Tonne: Leerung erst Ende der Woche nachgeholt

Wo die Leerung aufgrund des Straßenzustandes ausgefallen ist, soll das nachgeholt werden. Allerdings müssen sich Anwohner wohl noch etwas gedulden, da auf den Nebenstraßen noch immer viel Schnee liegt. Für die Entsorgung des Mülls in den Gelben Tonnen ist das Unternehmen Veolia Umweltservice Ost zuständig. Dessen Fahrer versuchen nun vorrangig, die tagaktuellen Touren abzuarbeiten, erst danach könnten liegen gebliebene Touren nachgefahren werden, so das Abfallamt.

Damit das möglichst schnell passieren kann, werden zu Beginn dieser Woche zusätzliche Fahrten eingetaktet, um bisher nicht geleerte Standplätze anzufahren. Da aber erst im Laufe der Woche mit einer günstigeren Wetterlage gerechnet wird, ist geplant, zusätzliche Fahrten erst am kommenden Sonnabend, also am 20. Februar, durchzuführen. Dabei sei zu beachten, so das Amt, dass nur komplette Straßenzüge und nicht einzelne Grundstücke nachgeleert werden.

Schwarze Tonne: Sonderfahrten geplant

Die Stadtreinigung Dresden wiederum kümmert sich um die Leerung der Schwarzen Tonnen mit Restabfall. Das sei derzeit teilweise nicht oder nur eingeschränkt möglich. Probleme bereitet auch, dass die Müllplätze zwar beräumt sind, aber der Zugang zu schmal ist, sodass die Tonnen nicht hinaus zum Müllfahrzeug geschoben werden können. "Das Entsorgungsunternehmen steht in diesen Gebieten mit den Hausverwaltungen in Kontakt und sucht nach Lösungen", so das Abfallamt.

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Zum einen gehe es darum, dass die Hausverwaltungen die Beräumung übernehmen, zum anderen sollen auch hier Sonderfahrten eingesetzt werden. Dort, wo es die Bedingungen zugelassen haben, seien die Müllfahrzeuge schon Ende vergangener Woche im Einsatz gewesen, vor allem bei besonders betroffenen Müllplätzen.

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