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Dresden

Wie aus Kugelschreibern Puppen werden

Eine vom Dresdner Uniklinikum gegründete Umweltinitiative hat alte Stifte gesammelt - und sie für einen guten Zweck eingetauscht.

Prof. Michael Meurer übergab als Vorstand der Stiftung Hochschulmedizin die Puppenspende.
Prof. Michael Meurer übergab als Vorstand der Stiftung Hochschulmedizin die Puppenspende. © Hochschulmedizin Dresden/Stephan Wiegand

Dresden.  Alte Stifte gehören in den Mülleimer? Nicht immer. Zum achten Mal hat die Stiftung Hochschulmedizin mithilfe eines besonderen Projektes die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie am Dresdner Uniklinikum unterstützt. 

Diesmal waren es 16 Handpuppen, die an Oberärztin Katja Albertowski übergeben wurden. Die Puppen sollen in den Therapiegesprächen mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden, erklärt die Kinderpsychiaterin. 

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Hinter der Aktion steckt die mit dem sächsischen Umweltpreis ausgezeichnete Initiative „Carus Green“, die am Uniklinikum Mitarbeiter sensibilisiert, mit Ressourcen umweltschonend umzugehen. Alte Kugelschreiber, Fineliner und Filzstifte konnten in eigens aufgestellte Stifteboxen geworfen werden. Ein Stiftehersteller vergütet jeden Stift mit einem Cent, sodass insgesamt über 300 Euro zusammenkamen.

Bald sollen Stifte zu einer Pauke werden

Das Projekt wurde 2012 gestartet. Allein auf dem Gelände des Uniklinikums stehen mittlerweile 80 Sammelboxen. Darüber hinaus gibt es in und um Dresden über 20 weitere Standorte der Boxen. Unter anderem sammeln die Staatsministerien für Klimaschutz und Umwelt, Finanzen und Wirtschaft, Firmen wie SAP, die TU Dresden und selbst die Feuerwehr mit. 

Exakt 32.337 Stifte sind so in den vergangenen Monaten zusammengekommen. „Wir würden uns natürlich freuen, wenn unsere Boxen in weiteren Schulen oder Unternehmen stehen könnten – überall dort, wo viel geschrieben wird und damit viele verbrauchte Stifte anfallen“, sagt Katja Albertowski. Denn längst gibt es einen neuen Wunsch: Als nächstes soll für eine Pauke gesammelt werden, die in der Musiktherapie eingesetzt werden könnte. (SZ/hbe)

Kontakt für Spenden und Stiftboxen: Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie, Oberärztin Dr. Katja Albertowski [email protected], Tel. 0351 458 7133

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