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Dresdner Arbeitsmarkt entspannt sich

Es haben wieder mehr Menschen Arbeit als im Lockdown. Doch trotzdem gibt es mehr Arbeitlose als 2019.

Es haben wieder mehr Menschen Arbeit als im Lockdown. Doch trotzdem gibt es mehr Arbeitlose als 2019.
Es haben wieder mehr Menschen Arbeit als im Lockdown. Doch trotzdem gibt es mehr Arbeitlose als 2019. © dpa

Dresden. Die Zahl der Arbeitslosen ist im September in Dresden um 913 gesunken. Damit sind aktuell 19.506 Menschen arbeitslos gemeldet. Doch im Vergleich zum September 2019 waren das 3.027 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, ist im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkt auf 6,5 Prozent gesunken. Im gleichen Monat des Vorjahres lag diese Quote ein Prozent niedriger bei 5,5 Prozent. 

„Nach fünf Monaten stetigen Anstieges der Zahl der Arbeitslosen ist in diesem Monat erstmals ein doch recht deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Die beginnende Herbstbelebung mit vermehrten Einstellungen nach der Sommerpause und die Einstiege in Aus- und Weiterbildungen tragen wesentlich zur Entlastung des Arbeitsmarktes bei. 

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Diese wird ebenfalls getragen vom weiteren, schrittweisen Anstieg des Arbeitskräftebedarfes, auch wenn die Nachfrage noch immer nicht das Vorjahresniveau erreicht hat“, so Jan Pratzka, Leiter der Dresdner Agentur für Arbeit.

 „Schaut man auf den Bestand der aktuell gemeldeten Stellen, ist dieser mit mehr als 3.000 Stellen auf hohem Niveau und zieht sich über die gesamte Palette der Berufe. Fachkräfte sind gesucht und wo die Fachlichkeit nicht ausreicht oder bereits beschäftigte Mitarbeiter qualifiziert werden müssen, unterstützt die Agentur für Arbeit gern mit entsprechenden Förderungen, denn den Corona-Einschränkungen kann nun wieder die breite Bildungspalette ausgeschöpft werden", so Pratzka. 

462 Arbeitslose mehr: Im Frühjahr normalerweise Rückgang

Rund zwei Drittel der arbeitslosen Männer und Frauen werden vom Jobcenter Dresden betreut. Im Berichtsmonat waren das 11.892 Arbeitslose, 433 Männer und Frauen weniger als im Vormonat und 462 mehr als noch vor einem Jahr. 

Die Arbeitslosenquote im Bereich der Grundsicherung, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, sank um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 4,0 Prozent. Im Vorjahresmonat lag diese Quote bei 3,8 Prozent.

Im Sommer war klar geworden: Die Corona-Krise hat deutliche Spuren in Dresden hinterlassen. Die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt ist erneut gestiegen. Mit genau 19.254 waren 828 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im April, so Sprecherin Grit Löst.

Im Vergleich zum Mai 2019 waren es 2.378 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum April um 0,2 Prozent auf 6,4 Prozent gestiegen. Im Mai 2019 lag diese Quote noch bei 5,7 Prozent. 

"Der Mai ist üblicherweise ein Monat, in dem die Arbeitslosenzahlen sinken, jedoch erfolgte erneut ein Anstieg der Zahl der Arbeitslosen. Dieser fiel aber nicht so dramatisch wie im letzten Monat aus", so Jan Pratzka, Chef der Dresdner Arbeitsagentur damals im Juni.

Weniger Menschen finden neuen Job

Betrachtet man die Entwicklung des Dresdner Arbeitsmarktes, wurde ein Corona-Effekt deutlich. Mehr Menschen rutschten in die Arbeitslosigkeit und rund 28 Prozent weniger Männer und Frauen nahmen wieder einen Job auf als sonst.

 Außerdem begannen wegen der noch geltenden Kontaktbeschränkungen deutlich weniger Maßnahmen, die sonst zur Entlastung des Arbeitsmarktes beitragen würden.

"Zudem ist die Arbeitskräftenachfrage regelrecht eingebrochen. Obwohl in diesem Monat ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vormonat zu verzeichnen war, liegt die Nachfrage knapp 44 Prozent niedriger als im Mai letzten Jahres", so Pratzka im Sommer.

Da sich die bereits vor der Corona-Krise vorhandene starke Nachfrage nach Fachkräften schon bald wieder verschärfen werde, bat der Arbeitsagentur-Chef die Unternehmen, aber auch die Schulabgänger, sich für und um Azubi-Stellen zu engagieren.

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