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Dresdner Helfer: Fluthilfe war eine enorme Herausforderung

Mehr als 100 Einsatzkräfte haben in Rheinland-Pfalz geholfen. Jetzt zieht die Stadt eine erste Bilanz.

Dresdner Einsatzkräfte haben im überfluteten Ahrweiler geholfen, die Schäden zu beseitigen und Bevölkerung zu versorgen.
Dresdner Einsatzkräfte haben im überfluteten Ahrweiler geholfen, die Schäden zu beseitigen und Bevölkerung zu versorgen. © dpa/Thomas Frey (Archiv)

Dresden. Die Einsatzkräfte der Dresdner Feuerwehrbereitschaft sind aus den Flutgebieten in Rheinland-Pfalz zurückgekehrt. Insgesamt 123 Menschen aus der sächsischen Landeshauptstadt beteiligten sich an dem Hilfseinsatz.

"Einmal mehr hat sich gezeigt, dass ohne ein funktionierendes Ehrenamt eine flächendeckende Gefahrenabwehr nicht möglich ist", sagte Dresdens Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) am Montag. "Dafür gebührt unser Dank."

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Nicht zu vergessen seien auch die Familien und Arbeitgeber der ehrenamtlichen Einsatzkräfte, welche den notwendigen Rückhalt geben, damit sich die Einsatzkräfte voll und ganz auf ihre Aufgabe konzentrieren können. "Die Bilder, Eindrücke und Berichte aus den Katastrophengebieten, die uns seit der letzten Woche auch in Dresden erreichen, sind erschütternd und bewegend zugleich. Sie aktivieren Erinnerungen an die Ereignisse der Hochwasser in der Landeshauptstadt Dresden in den zurückliegenden Jahren."

48 Stunden im Einsatz

Untrennbar damit verbunden sei die grenzenlose Solidarität und Hilfsbereitschaft zahlloser Menschen, die nicht nur die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, sondern insbesondere auch die Einsatzkräfte in dieser Zeit erreicht habe. "Bis heute sind wir dafür dankbar und möchten diese Hilfe natürlich auch zurückgeben."

Gemeldet hatten sich Angehörige des Deutschem Roten Kreuzes, der Johanniter-Unfall-Hilfe, des Malteser Hilfsdienstes, der Falck-Notfallrettung, der Stadtteilfeuerwehren und der Berufsfeuerwehr, um so schnell wie möglich nach Rheinland-Pfalz aufzubrechen. Am vergangenen Dienstag gab es den Alarmbefehl. Um 12 Uhr starteten 33 Fahrzeuge mit Besatzung an den Nürburgring.

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Die Kräfte waren 48 Stunden im Einsatz. Sie unterstützten in den Gemeinden Schuld und Ahrweiler, beim Beräumen von Schutt und Geröll sowie beim Auspumpen verschlammter Keller. Dabei war das Arbeiten teilweise nur mit schwerem Atemschutz möglich, so die Stadtverwaltung. Die Versorgungstruppe bereitete Abendessen zu und die Sanitäter versorgten die Bevölkerung in und um Ahrweiler. Am Freitag kehrten die Einsatzkräfte kurz vor Mitternacht zurück.

"Der erste Einsatz dieser Art"

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Für die Feuerwehr Dresden war es der erste Einsatz dieser Art, so die Stadt weiter. Binnen weniger Stunden wurde eine Kräfte- und Mittelplanung auf den Weg gebracht. Die Arbeiten vor Ort waren von Solidarität und tiefer Dankbarkeit der Bevölkerung und den örtlichen Einsatzkräften begleitet, heißt es. "Er war und ist nicht nur physisch, sondern auch psychisch für alle Beteiligten eine enorme Herausforderung."

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