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Dresdner Hotelier klagt gegen Ministerium

Der Branche geht es schlecht. Nun schaltet Johannes Lohmeyer seinen Anwalt ein.

Tourismuschef Johannes Lohmeyer.
Tourismuschef Johannes Lohmeyer. © Sven Ellger

Dresden. Der Frust in der Dresdner Hotel-und Gastronomiebranche ist groß. Seit Monaten geschlossen und kaum Umsatz mit dem To-Go-Geschäft. Jetzt klagt der erste Hotelier gegen die Corona-Regeln.

Dresdens Tourismusverbandschef Johannes Lohmeyer und gleichzeitig Chef der Macrander Hotels klagt gegen das Sächsische Sozialministerium. "Ich habe am 11. Februar Klage eingereicht, da trotz sinkender Infektionszahlen immer härtere Vorschriften für die Hotels beschlossen werden", sagt er der SZ.

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Konkret geht es um die neuen Regeln für den Room-Service, schreibt er auch auf Facebook. Bisher sei dieser nur empfohlen gewesen, jetzt aber soll es verpflichtend werden, dass die Gäste ihr Essen auf dem Zimmer serviert bekommen oder es sich zum Verzehr auf dem Zimmer abholen. Das sieht Lohmeyer nicht ein. "Wenn wir auf dem Zimmer servieren, gibt es viel mehr Kontakte, die ja vermieden werden sollen und wir haben viel mehr Aufwand", sagt er. Bisher geht sein Personal wegen Corona gar nicht auf die Zimmer und reinigt erst nach Auszug der Gäste. "Wir bieten unser Frühstück gerade im Frühstückraum mit viel Abstand und Luftfiltern an und jeder Gast muss eine konkrete Zeit buchen, um die Gäste zu verteilen", so Lohmeyer. Wenn sich jetzt alle Gäste ihr Frühstück selbst holen, entstände ein Gedränge. "Dazu kommt das wir für die neuen Regeln viel mehr Personal bräuchten, dass wir nicht haben, da viele auf Kurzarbeit sind", sagt er. Sein Hotel sei aktuell mit 60 bis 80 Geschäftsreisende belegt, dazu kommen nun die Ärzte und Pfleger aus Tschechien, die in Dresden übernachten, da die Regeln für die Einreise verschärft wurden. Das Sozialministerium reagierte noch nicht.

Auf Sächsische.de möchten wir ganz unterschiedliche Erfahrungsberichte von Corona-Infizierten aus Dresden teilen. Wenn Sie die Erkrankung bereits überstanden haben und uns davon erzählen möchten, schreiben Sie uns an [email protected]ächsische.de.

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