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Dresdner Margon-Arena wird erweitert

Der Dresdner Stadtrat hat den Plänen zugestimmt, fordert aber eine Alternative zum geplanten Parkhaus. Wie die aussehen könnte.

In der Margon-Arena ist das Dach undicht, die Plätze reichen nicht aus. Nun soll sie umfassend saniert und erweitert werden.
In der Margon-Arena ist das Dach undicht, die Plätze reichen nicht aus. Nun soll sie umfassend saniert und erweitert werden. © Marion Doering

Dresden. Die Margon-Arena an der Bodenbacher Straße in Dresden-Seidnitz soll modernisiert und erweitert werden. Den Plänen von Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) stimmte nun auch der Stadtrat zu. So werden auf den Tribünen mit 3.600 Zuschauern rund 600 Besucher mehr Platz finden als bisher. Zudem sollen vier weitere Trainingsflächen, Räume für Physiotherapie und Reha sowie ein neuer VIP-Bereich entstehen. Zudem sind weitere Büroflächen geplant. Zukünftig könnten hier die Geschäftsstellen der DSC-Volleyballerinnen sowie von den Basketballern der Dresden Titans einziehen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 40.000 Euro.

Allerdings gab es trotz Zustimmung eine Forderung des Stadtrates: Das Problem mit den Parkplätzen soll anders gelöst werden. Im Zuge der Erweiterung müssen zusätzliche 400 Stellplätze geschaffen werden. Lames hatte diese eigentlich auf den Tennisplätzen südlich der Halle vorgesehen - und zwar in einem Parkhaus. Die Sportler des TC Dresden-Seidnitz, die derzeit auf dem Platz trainieren, sollen auf die Tennisanlage des Eisenbahner Sportvereins am Hagedornplatz umziehen. Damit ist der Stadtrat aber nicht einverstanden, er will die Tennisplätze retten. 

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So soll die neue Margon-Arena aussehen: Sie wird zusätzlichen 600 Gästen Platz bieten, in einem Anbau sind weitere Trainingsflächen geplant. Für das Parkhaus im Vordergrund soll eine Alternative gefunden werden, um die Tennisplätze dort zu erhalten.
So soll die neue Margon-Arena aussehen: Sie wird zusätzlichen 600 Gästen Platz bieten, in einem Anbau sind weitere Trainingsflächen geplant. Für das Parkhaus im Vordergrund soll eine Alternative gefunden werden, um die Tennisplätze dort zu erhalten. ©  SZ-Grafik

Modellprojekt Schul- und Sportcampus

Nun soll die Stadt prüfen, welche Alternativen es dazu gibt, etwa über den ÖPNV und den Radverkehr. Diesen Vorschlag hatte der Bauausschuss in seiner letzten Sitzung gemacht. Eine große Mehrheit der Stadträte schloss sich dem am Donnerstag an. Der Sportausschuss beschloss zudem, dass die geplanten Umbauten, die erst 2023 beginnen sollen, das in direkter Nachbarschaft vorgesehene Gymnasium Linkselbisch-Ost (Leo) nicht verzögern soll. 

"Mir ist ganz wichtig, dass am Standort Bodenbacher Straße durch die Nachbarschaft von Schule und Sport eine wahre Perle eines kombinierten Schul- und Sportcampus entsteht", so CDU-Stadträtin Anke Wagner, die im Sportausschuss sitzt. Sie erhoffe sich davon ein bespielgebendes Modellprojekt. 

Baustart für das vierzügige Gymnasium Leo ist voraussichtlich im Frühjahr 2022. Es soll ab Sommer 2024 rund 900 Schülern gute Lernbedingungen bieten. Das Gymnasium ist bereits gegründet worden. Die Schüler sind derzeit auf dem Berthelsdorfer Weg untergebracht. 

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Zuletzt wurde bekannt, dass die Stadt die Margon-Arena ab kommendem Jahr selbst betreiben wird. Der Vertrag mit dem Stadtsportbund (SSB), der sich bislang unter anderem um die Vermietung der Hallenflächen gekümmert hat, läuft Ende dieses Jahres aus. Eine Verlängerung des Mietvertrages komme aus rechtlichen Gründen nicht in Betracht, so Lames. Für die Vereine, aber auch für sonstige Nutzer, solle der Betreiberwechsel für die Margon-Arena ab 2021 nicht zu Einschränkungen in der Nutzung führen.

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